Ich habe mir die beiden Videos jetzt ganz angeschaut. Fazit: Der Youtuber hatte keine Chance. Er stand nur in der Ecke, wusste nicht wie er da heraus kommt und hatte auch sonst keine Mittel, Axel und Heiko zu kontern.
Ich kenne weder Heiko noch Axel und weiß auch nicht, wie alt sie sind. Der Altersunterschied scheint mir aber marginal zu sein. Es kann sich nur um wenige Jahre handeln.
Axel ist zwar der größere Redner, aber Heiko ist der fittere und aggressivere Kämpfer. Deswegen sah der Youtuber auch gegen Heiko extrem schlecht aus. Gegen Axel war er besser, obgleich sich Axel und Heiko noch immer zurückgehalten haben.
Schlussendlich muss man festhalten, dass das, was Axel und Heiko unterrichten, nicht für Sparring geeignet ist. Das gilt auch fürs Wing Chun.
UCC basiert zu überwiegenden Teilen auf Escrima. Axels Gelaber von Ritterkampf kann man vergessen.
Mit dem modernen Boxen kann man Sparring machen. Denn es ist ein Sport und basiert auf dem Austausch auf Techniken. Das tun Escrima, Wing Chun und andere Systeme aber nicht. Deren Ziel ist, einen Kampf so schnell wie möglich zu beenden. So ist deren Struktur angelegt.
Man kann zwar grundsätzlich Dinge besprechen und sich austauschen. Aber ein echtes Sparring ist nicht möglich, weil in diesem Fall Escrima darauf basiert, dem anderen den Stil aufzuzwingen. Das endet unweigerlich in einer Schlacht oder eben einer Niederlage, wie in den Videos für den Youtuber.
Wenn man Glück hat, findet man jemanden aus dem Escrima/Wing Chun Lager, der auch Boxsparring kann. Der macht dann halt mit und setzt ab und zu seine eigenen Techniken ein. Am Ende jedoch ist das ein Kompromiss und Entgegenkommen.
Sparring ohne Leistungsvergleich ist dennoch sinnvoll, denn es lehrt wichtige Dinge, die es fürs Kämpfen braucht.
Jesse Glover, der Meisterschüler von Bruce Lee, hat Sparring übrigens komplett abgelehnt.





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