Zeige Ergebnis 1 bis 15 von 285

Thema: Klingen-Schutzkonzept Videos

Baum-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #13
    Registrierungsdatum
    20.05.2006
    Ort
    Köln
    Alter
    61
    Beiträge
    13.104

    Standard

    wer in einer helikotptereltern-wohlfühl-wohlstandsblase aufgewachsen ist und sogar vor kleinen unfällen beim spielen ferngehalten wurde, weil alles zu gefährlich sei, der hat leider eine sehr reduzierte lebenserfahrung, die beim "gefahr riechen" helfen könnte.
    da reichen auch die seminare nicht aus. die machen das problem allenfalls bewußt, beseitigen es aber nicht.
    das ergebnis kann dann schnell entweder gar keins sein (außer rationaler erkenntnis) oder in paranoides überall-gefahren-sehen münden. auch letzteres ist keine echte aufmerksamkeit, denn, wenn überall gefahr ist, dann ist man nicht auf eine ganz bestimmte, gerade TATSÄCHLICH existente gefahr "aufmerksam". ein gesundes maß der umsetzung, bringt nur die erfahrung (vor oder auch nach seminaren) und nicht das seminar selbst.
    zudem: gerade diese leute, die keine echten gefahren in ihrem alltag erleben müssen, wenn sie nicht enormes pech haben, bauchen SV seminare am allerwenigsten. ein kreislauf: man ist ängstlich und kann gewalt und sich anbahnende gewalt nicht einschätzen, WEIL MAN NICHTS DAMIT ZU TUN HAT. deshalb geht man in einen SV kurs, wo man lernen soll, gefahren zu erkennen, die einem sehr wahrscheinlich nicht begegnen werden, was dazu führt, dass man auch weiterhin keine erfahrungen macht, sondern sich noch mehr fürchtet und sich öfter umschaut und alles und jeden meidet, ohne, dass dieser innere stress notwendig wäre, aufgrund theoretischer möglichkeiten, die man immer noch nicht wirklich in ihrer praktischen ausübung einschätzen lernen konnte. man fühlt sich also noch unsicherer und hält es evtl. dann um so wichtiger, noch einen kurs zu besuchen auf dem auf noch mehr gewaltszenarien "aufmerksam gemacht" wird. ... das geschäft läuft.

    die andere seite der medaille: leute, die sich völlig überschätzen, weil sie meinen, durch ein eigentlich ziemlich theoretisches seminar so gewappnet zu sein und alles aufmerksam auf die reihe zu kriegen, dass es selbstgefährdend wird, weil man glaubt, etwas unter kontrolle zu haben, was man nicht unter kontrolle hat.

    es ist ein dilemma: ich finde, dass SV auch für gewaltfremde möglich sein sollte und das "etwas" immer besser, als "nichts" ist, sehe aber, dass die SV konzepte meist nur bei leuten funktionieren, die entweder im realen leben oder durch training in kampfsport oder etwas "ruppigeren" KK stilen zumindest ETWAS "gewalterfahren" sind (im sinne von: körperliche auseinandersetzung ist einem nicht fremd).
    und natürlich ist "aufmerksamkeit" das erste, was da sein sollte - bevor es eskaliert und auch während dessen.
    nur: wie kriegt man das hin, ohne "feldforschung" (teilnehmende beobachtung) in den subkulturen der milieus in denen gewalt alltäglich ist oder ohne sparrings und physich konfontative szenarios, deren bewältigung man mindestens monatelang trainiert?

    ich sehe das so: SV kurse sind dazu da, das thema mit all seinen aspekten zu verdeutlichen und die leute ein paar basics machen zu lasen, die sie davon überzeugen können, dass sie das auch in einem regelmäßigen training hinbekommen und sie so für KS/KK zu interessieren. dann wird irgendwo "gewaltgewöhnend" trainiert (kämpfen - mehr oder weniger kontrolliert) und gelegentliche zusätzliche SV seminare mit speziellen themen machen dann auch sinn, weil die theorie/verhaltensrichtlinien und auch bestimmte, einfache "techniken" auf eine basis trifft, in der die erfahrung der physischen konfrontation und eine entsprechende haltung (innere, aber auch körperhaltung/-spannung) vorhanden sind, um das gezeigte auch umsetzen und eindrillen zu können (und gesteigerte aufmerksamkeit auf noch zu erlangende "feinfühligkeit" und auch pitsche-patsche-kampf illusionen nicht die einzigen ergebnisse sind)

    eigentlich ist "SV" lernen was ganz individuelles. da müsste jede(r) entsprechend der vorhandenen (meist nicht vorhandenen) voraussetzungen anders trainiert und geschult werden.
    vielleicht ist das ja auch einer der gründe, warum Björn verlangt, dass gewisse mindestvoraussetzungen erfüllt sein sollten. stellt sich die frage, ob die, die die voraussetzungen haben, dann auch noch auf "basic" kurse gehen müssen, wo sie von Ute und Hans gebremst werden...

    SV anbieter sollten auf diese art von problemen hinweisen und nicht lachhafte versprechen machen. dann ist alles gut. den einen bringt es was für die "straße", den anderen und allermeisten, weil sie mal die sau rauslassen können im training (was ja auch eine wichtige erfahrung für echte SV ist). hauptsache, es wird nicht diese illusion von "wehrhaftigkeit für jeden" verkauft.
    Geändert von amasbaal (05-08-2025 um 18:44 Uhr)

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Japanische Klingen
    Von Dumbo im Forum Japanische Kampfkünste
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 14-01-2016, 09:42
  2. Klingen, Klingen, Klingen
    Von Lowkick Loverboy im Forum Arnis, Eskrima, Kali
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 14-03-2014, 15:26
  3. Filipino Klingen
    Von WiesingerKai im Forum Kauf, Verkauf und Tausch
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 20-11-2013, 19:36
  4. FMA klingen vs. JAPAN. klingen
    Von F. Büchner im Forum Arnis, Eskrima, Kali
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 08-02-2009, 23:07
  5. Klingen nachschleifen
    Von calimero im Forum Waffen in Kampfkünsten
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 06-07-2002, 12:48

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •