Ich kenne es so, dass wir nur bei statischen Übungen (aus dem Stand) als Uke kräftvoll festhalten dürfen. Das kann ab und zu sehr lehrreich sein und macht auch Spaß, sofern es gelingt. D.h. mein Uke muss mir das Gefühl geben, dass ich mit normalen Mittel mich nicht bewegen kann, sondern nur, indem ich die richtige Position einnehme und das rechte Maß an Entspannung finde.
Bei fließenden Bewegungen sollen wir nicht blockieren. Ein Grund dafür ist, dass man sich als Uke wie ein Aikidoka bewegen, ein Aufeinanderprallen von Kräften intuitiv vermeiden sollte. Wer als Uke den Partner blockiert, blockiert sich damit auch selber (siehe auch die Kolumne von Brian Erickson). Ich würde also dem von Nage vorgegebenen, ggf. fehlerhaften Bewegungsfluss folgen und dabei auf eine Gelegenheit zu einem Konter (aus dem Repertoir der Aikido-Techniken) lauern, was sich idealerweise ganz natürlich und in seltenen Fällen sogar ungewollt ergibt. Ob ich den Konter tatsächlich ausführe, hängt vom Partner ab, also eher nicht mit Anfängern oder Leuten die so was nicht mögen.
Dem brauch ich nichts hinzuzufügen. :halbyeaha
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P.S.: Um Missverständnisse von weiteren Lesern zu vermeiden, habe ich an einer Stelle die Formulierung "blockieren" durch "kräftig festhalten" ersetzt Ich hatte dabei an ein Kräftemessen zwischen Muskelkraft (von Uke) gegen richtige Postion, Winkel und Maß der Entspannung von Tori gedacht. Blockieren im Sinne von das Ausführen einer Übung verhindern war nicht gemeint.

