Zitat von
Cam67
Hmhm , Schmerzen als Indikator für ein gegen das Nervensystem arbeiten im Sinne von schädlich oder ungesund oder unphysiologisch , ist mir zu simpel gedacht.
Unser Körper ist in erster Linie ein Anpassungssystem. Es verarbeitet Reize die er bekommt . z.b. auch Stellungen , sich wiederholende Bewegungsabläufe . Ausrichtung gegen die Schwerkraft usw. und versucht die antworten darauf mit nur soviel Energieaufwand wie nötig hinzubekommen. was zur Folge hat daß sich auch "biomechanisch nicht so günstige bewegungsabläufe im Alltag . z.b. durch Arbeit , trotzdem ökonomisiert werden . Aber auch natürliche Abläufe wie z.b. Laufmuster , Wurfmuster.
Das sagt aber NICHTS darüber aus , ob diese ökonomisierten individuellen Muster biomechnisch optimal sind. !!! . Du kennst sicher auch genug Menschen , v.a. Kinder , die nur mittelmässig bis schlecht werfen können , trotz allgemein genetisch (wie du es nennst ) festgelegten Nervensystems . Mit Laufschule , mit Wurftraining , lassen sich ihre "natürlichen Abläufe verbessern hinsichtlich einer konkreten Vorgabe. z.b. weiter werfen zu können oder Knieschonender zu laufen . Als Beispiel.
Training ist nunmal nicht pauschal ein Arbeiten gegen Nervensystem oder irgendeiner Biomechanik.
Und Schmerzen treten z.b. immer AUCH auf , wenn der Körper mit Veränderung konfrontoert wird , da er aus seiner "Anpassung" heraus gerissen wird. Und sich dagegen sträubt. Es gibt also auch auf körperlicher Ebene eine Form von Trägheit die in beide Richtungen wirkt. Beim Starten von etwas , wie z.b. Umstrukturierungen aber auch beim Beenden , wie z.b. ein Trainingsstopp , aber die damit aufgerufenen Prozesse noch eine weile weiter wirken.
Du stellst es mir zu einfach dar und auch deine Erklärung ist mir zu einfach, weil sie aktuell das von mir beschriebene nicht berücksichtigt.
das bedeutet nicht , daß jedes Training gut wäre im Sinne von vorteilhaft für jemanden , aber es bedeutet eben auch nicht , daß Disziplin und/oder Training automatisch ein Arbeiteten gegen den Körper ist.