Doch, das habe ich verstanden. Ich wollte mit meinen Argumenten nur klarmachen, daß ich seine Assoziation des Fanatismus der „Boxer“ mit dem Enthusiasmus einiger phantasievoller Freizeitsportler und der Gefährdung, die von ihnen ausgehen soll, nicht nachvollziehen kann.
Ich finde, das Wort „Etikettenschwindel“, das Karate_Fan eingebracht hat, passt sehr gut auf die meisten Systeme, die ihre Tradition besonders betonen - egal, ob diese nun frei erfunden oder überliefert ist.
Ich beurteile, ob ein Stil für mich interessant ist, anhand von zwei Fragen:
1. haben diejenigen, die ihn ausüben, Fähigkeiten, die ich auch haben möchte?
2. hat der Stil eine für mich klare und nachvollziehbare Didaktik, die es mir ermöglicht, diese Fähigkeiten zu erlangen?
Wenn ich beide Fragen mit einem „Ja“ beantworten kann, ist ein historischer Etikettenschwindel für mich zweitrangig.