Karate ist nicht nur Shotokan... und es enthält alle Techniken die man braucht.
Darunter auch Lowkicks, Kniestöße(Hiza Geri), Ellenbogen(Empi), und Hakenschläge ( Ura oder Mawashi Tsuki). Es gibt sogar Vereine in denen Dojo Kumite trainiert wird.
Das ist dann wie Freefight. Ich hab einen guten Freund im Karate, dem ich soweit vertraue das wir auch etwas Dirty Fighting zulassen, z.B Haare ziehen... etc
Hier wurde aber auch nie behauptet das Karate der Königsweg zur Selbstverteidung sei. Aber es beinhaltet vieles was dafür notwenig ist.
Es ist zwar ein längerer Weg bis zu Kampffähigkeit als MMA. Das hat aber auch Vorteile. Es gibt auch Leute die einfach nur andere verprügeln wollen - die gehen dann lieber in solche Clubs wo man ohne Umwege knallharte Techniken lernt. Und da Geld die Welt regiert, ist es einigen Trainern auch egal. Ich finde einen längeren Weg, der auch mit Philosophie verbunden ist, besser geeignet. Denn mehr Wissen und mehr Kampfkraft bringt auch Verantwortung mit sich.
Ansonsten wird im Karate auch Vollkontakt trainiert. Nur nicht immer und überall.
Auf der anderen Seite stehen auch genügend Möchtegern-Straßenkämpfer in (Thai)Box Clubs, die nur unregelmäßig hingehen und nichts halbes und nichts ganzes machen.
Danach verstecken sie sich aber hinter ihrer Stilrichtung. Können aber garnichts.
Letztlich läuft es doch immer wieder aufs selbe raus:
Was zählt ist der Kämpfer:
- seine Psyche
- seine Fitness
- seine Erfahrung
- seine technischen Fähigkeiten
Es gibt gute und schlechte Karatekämpfer, gute und schlechte Thaiboxer usw.
Die ganze Diskussion entsteht doch nur weil jeder von uns sichergehen will auch die bestmögliche Wahl getroffen zu haben. Besser wäre es sein Ego zu vergessen und die Möglichkeit zu akzeptieren das es auch bessere Kämpfer geben kann - egal welchen Kampfkunst Hintergrund sie haben.





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