Wie Ares darauf schon geantwortet hat: Bodenhaftung ist wichtig.
Um es ganz klar zu machen:
Unter Deiner Annahme könntest Du keinen Empi nach hinten machen. Da kein Unterschied in der Richtung ist, also auch keinen Tsuki nach vorne.
Es ist aber richtig, dass der jeweiligen Kraft nach vorne (oder hinten) eine passende Kraft entgegengesetzt wirkt (actio = reactio). Wenn die Faust beim Tsuki nach vorne geht, wird die Schulter nach hinten gedrückt (ob sie sich bewegt, hängt von der Körperspannung ab). Das heisst, auf den Körper wirkt ein Drehmoment um die senkrechte Achse und gleichzeitig um die waagerechte Achse quer zur Schlagrichtung.
Diese Drehmomente müssen durch die gesamte Körperspannung in Kräfte 'umgewandelt' werden, die auf die Erde wirken, weil die sich wegen ihrer Masse nicht vom Fleck bewegt (und selbst wenn sie sich bewegt, sie den Gegner oder das Ziel, auf das man schlägt, mit bewegt, was nur wieder günstig ist, weil diese Bewegung der Faust entgegen kommt).
Wie Ares richtig gesagt hat, spielt es nun keine Rolle, ob man mit rechts nach vorne, oder mit links nach hinten schlägt, wenn man die Drehung um die senkrechte Achse betrachtet. Die Kräfte, die das Kompensieren müssen, werden grösser. Ob oder in welchem Masse diese Energie aber auch in die Schlagwirkung gebracht werden kann, wage ich jetzt nicht zu beurteilen.
Einen Experimentelle Zugang hätte man hier, wenn man sich auf eine drehbare Platte stellt, die ihren Drehpunkt unter der eigenen Körpermitte hat.
Die Frage ist allerdings, ob der Gewinn durch die Hand zur Hüfte so gross ist verglichen mit der Hand in Kopfhöhe, weil man auch mit Hand oben, die gegenseitige Schulter zurücknehmen kann.
Ein schneller Test auf dem Bürostuhl hat mir allerdings nur beim Zurückziehen des Ellbogens eine nennenswerte Drehung ermöglicht. Schulterzurückziehen alleine nicht. Grosse Aussagekraft messe ich dem aber ohne ordentliche Versuchsreihen nicht bei.





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