Zitat Zitat von DerUnkurze Beitrag anzeigen
1) nur weil dus öfter mitbekommst heißt es nicht das es öfter stattfindet, nur das öfter darüber berichtet wird
2) in den seltensten fällen geht es um unbekannte die dies tun, meist sind sie bekannt oder gar verwandt.
Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
Leider ist das Thema der "objektiven Berichterstattung" ein wichtiges bzw. großes Problem.
Bei objektiver Recherche bescheinigen alleine defensive Werte rund 70% aller gemeldeten Übergriffe durch Menschen aus dem bekannten oder familiären Umfeld. Deine Verlinkung über 69% für alle häuslichen Übergriffe belegt das ganze in etwas dramatischerem Rahmen. Solche Werte lassen sich für interessierte Menschen leicht eruieren, nur eben durch einschlägige Quellen und weniger durch Tages- oder gar Boulevardzeitungen.
In diversen Frauen-SV-Kursen, die ich bisher begleiten durfte, bestätigen sich in Gesprächen mit Teilnehmerinnen, die Opfer verschiedenster Gewaltübergriffe wurden, ähnliche Tendenzen. Außerhalb solcher -sicher auch sehr vertraulicher- Rahmenbedingungen habe ich nahezu keine Erfahrung in derlei Gesprächen. Ich glaube, es ist für betroffene Personen sehr schwer, sich Dritten anzuvertrauen. Daher wundern mich Aussagen a la "hört man immer wieder" ein wenig.

Gefühle können leider leicht täuschen...
ich sehe da auch ein großes problem bei der berichtserstattung. wie richtig festgestellt wurde bekommt man oft das gefühl, dass solche schlimmen dinge öfter vorkommen, weil sie in den medien durchgekocht werden. ich finde es schon wichtig und richtig, dass darüber berichtet wird, damit die gesellschaft solche schwierigkeiten erkennt. was ich nur schlimm finde ist, dass solche themen je nachdem welche anderen themen gerade interessant sind, mal mehr und mal weniger in den medien auftauchen.
wenn also ein thema gerade ins sommerloch der presse fällt, wird es groß aufgemacht und auf die titelseiten gebracht..wenn gerade ein atomunglück in japan war, verschwinden solche berichte auf seit 4 in einem kleinen artikel.
soll heißen: die medien bestimmen das empfinden der häufigkeit von vergewaltigungen/misshandlungen sowie aller anderen themen. da muss man also differenzieren.(diese thematik wurde mal verfilmt. kenne nicht mehr den titel: der präsident der usa hat dort einen Krieg inszeniert um die medien von einem missbrauchsfall abzulenken..kennt den film einer?)

abgesehen davon ist jede tat eine zuviel. und das medienthema ist ein ganz anderes problem.
auch gillt: es werden aufgrund der besseren aufklärung und emanzipation sicher mehr fälle aufgeklärt als früher. frauen gehen vielleicht leichter an die öffentlichkeit. somit ist die dunkelziffer möglicherweise kleiner...alles nur spekulationen..
@topic: wirklich helfen kann also hier nur eine bessere Aufklärung und eine SV ausbildung. Wie schon bemerkt hilft das aber nicht gegen häusliche gewalt, sonder nur gegen überfälle.