@Douwa:
Ich glaube, das ist ein Mißverständnis ...Ich möchte dennoch den Leuten, die Dinge wie Moralvermittlung mittels Kampfkunst rigoros ausschließen, weil es immer nur um das Kämpfen ginge, etwas Gegenwind machen.
Ich schließe Moralvermittlung durch Kampfkunst keineswegs aus.
Mir geht es nur darum, daß diese Moralvermittlung kein Alleinstellungsmerkmal der (japanischen) KK ist, sondern auch auf andere Weise (und dort oft sehr viel wirksamer) stattfindet.
Mir geht es auch darum, klarzustellen, daß die tatsächliche oder angebliche Moralvermittlung durch KK nicht der vorrangige oder gar alleinige Sinn und Zweck der Kampfkünste war oder ist oder sein kann.
Schließlich und endlich habe ich darauf verwiesen, daß meiner Erfahrung nach vor allem jene, die gern und viel über die Vermittlung moralischer Grundsätze in den KK dozieren, oftmals ihren eigenen hohen Maßstäben nicht gerecht werden können.
Ich habe dafür plädiert, die angeblichen oder tatsächlichen Werte, die bspw. den Budo-Disziplinen zu eigen sein sollen, nicht aus einer verklärenden, romantischen Sichtweise heraus zu überhöhen, sondern sie in ihrem historischen und gesellschaftlichen Kontext zu sehen.
Und ich habe mich dagegen verwahrt, daß die angebliche oder tatsächliche "erzieherische Funktion" der (japanischen) KK zusammen mit den "hohen ethisch-moralischen Werten", auf denen diese "Erziehung" angeblich beruht, verallgemeinert und wie ein Monstranz vor sich hergetragen werden.
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