ich hab dazu etwas interessantes gefunden und hoffe, daß das hier noch nicht gepostet wurde:

Gefühllose Schaben und Typhus: Homöopathie zwischen Komödie und Tragödie @ gwup | die skeptiker

Dieser Tage habe ich mal wieder Pressemitteilungen eines Homöopathie-Verlags auf den Schreibtisch bekommen.

Na ja, zuerst habe ich die Texte für einen Jux oder Realsatire gehalten – aber die meinen das wirklich ernst.

Ein neues Buch heißt zum Beispiel “Der Erde entfliehen” und handelt von “Insekten in der Homöopathie”.

In der Ankündigung wird unter anderem behauptet:

Patienten, die ein Insektenmittel benötigen, wirken oft emotionslos, strukturiert und penibel. Sie stehen im ständigen Konkurrenzkampf und sind materialistisch [...]

Der englische Homöopath Peter Fraser beschreibt die gefühllose Küchenschabe Blatta orientalis, die verwirrte Schlanklibelle Enallagma carunculatum, die reizbare Wüstenheuschrecke Schistocerca gregaria, den ängstlichen Totenkopfschwärmer Acherontia atropos und den hochtoxischen Pfauenspinner Lonomia obliqua.

Gekonnt zieht er Parallelen zwischen Verhalten und Lebensraum der Insekten und deren homöopathischen Eigenschaften. Dabei zeigt er bildhaft die oft kaum wahrnehmbaren Unterschiede zwischen den einzelnen Mitteln.

Die Schriftenreihe ,Zwischen Himmel und Erde’ umfasst Mittel wie Spinnen, Schlangen und Vögel, die sich zwischen Meer, Erde, Himmel und Unterwelt bewegen.”

Aha.
suuuper ...!
wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist, sollte einfach weiterlesen:
Küchenschaben sind also gefühllos und Libellen verwirrt.

Woher weiß Peter Fraser das?

Ist der Mann Insekten-Psychologe?

Beherrscht er die Sprache der Tiere, wie weiland König Salomo und Dr. Dolittle?

Oder schwebt er einfach nur völlig losgelöst “zwischen Himmel und Erde”, wo es ja angeblich mehr Dinge gibt, als unsere Schulweisheit … Bla, bla.

Für einen kurzen Moment stellte ich mir vor, eine szenische Lesung aus “Der Erde entfliehen” bei der nächsten Skepkon zu veranstalten.

Aber vermutlich würde uns niemand glauben, dass es tatsächlich solche Homöopathiebücher gibt, und man würde uns mal wieder der “Verächtlichmachung der Homöopathen” zeihen.

Also versuchen wir ernst zu bleiben.

Deutlicher als Peter Fraser kann man kaum zum Ausdruck bringen, dass Homöopathie nichts weiter als eine Form von sympathetischer Magie und …

… ihr Ähnlichkeitsprinzip dem bei Naturvölkern verbreiteten Analogiezauber verwandt ist”,

wie Dr. Rainer Wolf vom GWUP-Wissenschaftsrat hier erklärt.