Zitat Zitat von MasterKen Beitrag anzeigen
Ich muß bei der Liebe in Aikido auch immer an das "Frieden bringende Schwert" denken. Das ist genau so wie der Friedenspanzer(Die Ärzte).

Ich glaube als Anfänger darf man von sich selbts nicht zu viel erwarten. Was für die technischen Fertigkeiten gild, gilt auch für die Mentale Seite. Man wird das Gedankengut eines +2.Dan nie als Kyu erreichen, auch nicht durch Lesen vieler Aikidogedanken...
Darauf hatte ich mich schon an anderer Stelle bezogen.

Meiner Ansicht nach haben leider die allermeisten Aikidôka ein völlig verkehrtes Bild ihrer Kampfkunst wie auch Kampfkunst allgemein.

Bei ihnen kommt Frieden und Gewaltlosigkeit an erster Stelle (noch bevor sie einen Fuss in ein Dôjô gesetzt haben)... und danach ganz lange nichts mehr. Frieden und Gewaltlosigkeit ist hier nicht ein Ergebnis des Trainings sondern die absolute Grundvoraussetzung.

Bei Ueshiba (er hängt ja als Bild und Vorbild in jedem Aiki-Dôjô) war es aber eben gerade umgekehrt. Er hat "Gewalt" erfahren. Ob dies nun in seinem Kenjutsu- oder Jûjutsu-Training oder während dem Krieg war. Aber er hat diese Entwicklung eben so durchgemacht und ist dann erst zu seiner schlussendlichen Philosophie gekommen.

Ich habe mich mit Ueshibas Biographie nur am Rande befasst. Aber können die Spezialisten hier etwas dazu sagen, ob er je auf diesen Aspekt zu sprechen kam, dass erst die Erfahrung von Gewalt ihn zu seiner späteren Sichtweise geleitet hat? Und vorallem: was hat er diesbezüglich für seine Schüler vorgesehen?