Autsch.
Ja, zu dem Zitat von Konfuzius gab es Diskussionen hier und anderorts ...
... so habe ich z.B. eine Zeitlang zu dem "interreligiösen Vergleich von Wegkonzepten" gearbeitet ...
... und darf mich in meiner ganz persönlichen spirituellen Praxis, wie auch der beruflichen Praxis jeden Tag existentiell genau damit befassen. Ziemlich genau darum geht's eigentlich die ganze Zeit ...
Hier allerdings ging es mir nicht darum, Konfuzius zu zitieren, sondern deutlich zu machen, daß es nach meiner Erfahrung und Auffassung beim Üben von aikidô ausschließlich um das Üben von aikidô geht. Es gibt nach meiner Ansicht kein anderes Ziel als das Üben um des Übens willen.
Aber auch das hatten wir ja schon und ich habe hier allerlei Kritik für diese Haltung bekommen ...
Wer seinen Willen auf das Dao richtet - der muß ihn von seinen eigenen Zielen lösen, sie loslassen. Mit eben dieser Aussage beginnt das Dao de jing.
In der Bibel findest du genau gleichlautende Aussagen. Massenhaft.
Und in der buddhistischen Tradition sowieso.
Es geht darum, den Weg zu gehen. Jetzt, hier. Ein "wohin" ist immer nur Illusion. Im Daoismus, im Buddhismus, im Christentum.
Wie bringt man Gott zum Lachen? - Man erzählt ihm von seinen Plänen ...
Wann ist ein Baum ein Baum?Ein Baum zu werden?
Ist der Baum schon im Samen? So sagen ja viele Traditionen.
Ist ein Baum noch ein Baum, wenn er verrottend am Boden liegt?
Wann ist der Moment gekommen, an dem der Baum ganz und gar Baum geworden ist?
Und was ist er in dem Moment danach?
Nachtrag:
Es gibt eine schöne Geschichte von zwei buddhistischen Lehrern, die stundenlang in einem Park sitzen. Ohne ein Wort zu sagen. Ihre Schüler sitzen dabei und hören ihnen beim Schweigen zu. Schließlich bricht einer der Beiden die ewige Stille und lacht aus vollem Halse. In einer Prustepause zeigt er auf einen der Bäume im Park und gnikkert: "Sie nennen es Baum!" Worauf auch der andere Lehrer in schallendes Lachen ausbricht ...





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