@Rambat
Na ja, für mich persönlich ist es belanglos, ob es eine historische Vorlage gab oder nicht, da a) die kirchenchristliche Ausformulierung der Person und ihrer Bedeutung für mich jedweder Glaubwürdigkeit und Kohärenz entbehrt; und b) ich auch das ganze auch vor allem als Bestandteil einer komplexen Religionsgeschichte sehe, ohne besonderen persönlichen Bezug.

Aber: ich habe meinen Theologen nun doch noch gefragt, wie die Lage seiner Sicht nach zu bewerten ist, worauf er mir antwortete:
"Klares ja. 1. gibt es zahlreiche voneinander unabhängige Quellen, und 2. wäre die Wirkungsgeschichte ohne irgendeinen historischen Anhaltspunkt unerklärlich. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für die Mohammed-Leugner."

Das ist durchaus ein Urteil, dem ich persönlich vertraue, nicht nur wegen der Fachkenntnis der Person (der als promovierter Theologe auch gerade dazu Seminare an der Uni gibt), sondern auch da ich ihn so ganz gut kenne (und er alles andere als ein linientreuer Theologe ist, ganz im Gegenteil).
Insofern - Ansichtssache :-)