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Thema: Movement-based embodied contemplative practices/ definitions and paradigms

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  1. #11
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    @Klaus:
    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Es ist arrogant bis zum Allerletzten, von Leuten in einem öffentlichen Nicht-Fachforum zu verlangen sie sollten ihre MEINUNG hinter dem Berg halten. Das ist hier kein Mathematikerforum für Zahlentheoretiker wo ein bestimmter Beweis diskutiert wird.
    Wenn sowas eine pauschale Vorgehensweise ist, sehe ich das ähnlich und ich persönlich finde Austausch wichtig bzw (mich) weiterbringend, halte aber ein Bewusstsein um die eigenen Grenzen für vorteilhaft und soweit ich beim Querlesen anderer Threads mitbekommen habe, entzündet sich daran so manches.

    Wenn noch dazu das bewusste Empfinden ("Konzentrieren") eines Körperteil als Bilderarbeit bezeichnet wird, dann wird mir einiges klarer. Das beständige Niedermetzeln jeder anderen Systematik als der eigenen mit so einem Artikel, oder mit einer unbedingt einzuhaltenden Nomenklatur die dann wahlweise auf alles mögliche ausgedehnt wird was mit dem Wort nichts mehr zu tun hat, rechtfertigen zu wollen ist schlicht ein Charakterzug. Mehr gibt es da nicht zu zu sagen.
    Da wird es - meines bescheidenen Wissens nach und am Anfang einer Wegpraxis (die Mods haben diesbezüglich einen Beitrag für den Thread 'Schwereloser Arm' vorliegen) - verzwickt und ich stolperte:
    Hildenbrand (1998) gibt im Rahmen ihrer Ausführungen zum Qigong Yangsheng von Jiao Guorui an, dass Yi (nicht selten Gedanke, Vorstellungskraft) ein Bedeutungsspektrum von Gedanke, Vorstellung, Imagination, Aufmerksamkeit, Idee, Sinn, Bedeutung, Wille, Absicht, geistige Kraft, Bewusstsein besitzt. Die Hauptaufgabe ist das Eintreten in die geistige Ruhe (rujing) und unterstützt weitere wie das Lenken der Aufmerksamkeit und das Antizipieren von Haltungen und Bewegungen, wobei Yi je nach Inhalt und Anwendung weitere physiologische, psychische (und mit Blick auf Schild 1998: bes. 83f. eher leiblich) Effekte haben kann.
    Die Inhalte von Yi lassen sich gliedern in Bewahren der Vorstellungskraft in Körperregionen, das Richten der Vorstellungskraft auf reale Dinge oder auf die Bedeutung von Dingen und Worten sowie das Richten auf Vorstellungsbilder.
    Die Inhalte der Vorstellungsbilder umfassen Konzepte der chinesischen Medizin, Kräfte und Befindlichkeiten, Atmung, Haltung und Bewegung.
    Kompliziert wird es, wenn zum herausfordernd sein könnenden, praktischen Umgang mit 'Yi im Dantian bewahren und Yi nicht im Dantian bewahren' - wozu yinyang-Polarität, Wirkorte und -qualitäten, Dynamik, Intensität, Qi-Arbeit und anschlussfähige Auswahl der Vorstellungsbilder ebenfalls gehört - betont wird, dass Qigong auch dann ohne Yi praktiziert werden kann, wenn die Arbeit "kontraindiziert ist, die Aspekte Körperhaltung und Bewegung jedoch geübt werden können" (Hildenbrand, 1998: 180).

    Mit dem vorangegangenen - Stichworte Yi in Körperregionen oder Leibinseln, Anleiten von Bewegungen - weiß ich nicht, ob damit wirklich eine ungerechtfertigte Ausdehnung von Idee/Yi stattfindet...??? Vlt dass es kein Bild ist wie das des "munteren wachsamen Affen" bzw ob beim Beispiel des schizophrenen Patienten überhaupt folgendes vorliegt: "Der Gebrauch der Vorstellungskraft bedeutet immer eine Aktion geistiger Kräfte, im Sinne eines imaginierten Bildes, im Sinne von aktivem Bündeln der Gedanken (yishou)" (Hildenbrand, 1998: 180). Oder was meintest du?

    Dass manche Leute das tun ist unbenommen, und ich bewerte fremde Methodiken nicht wenn ich keine Erfahrung damit habe. Alles weitere denke ich mir nur.

    P.S.: Ich persönlich finde es traurig, dass man inzwischen sowas diskutieren muss.
    Zustimmung

    Quellenverzeichnis

    Hildenbrand, G. (1998): Zur Rolle der Vorstellungskraft im Lehrsystem Qigong Yangsheng von Jiao Guorui.
    In: Hildenbrand, G. / Geißler, M. / Stein, S. (Hrsg.): Das Qi kultivieren - Die Lebenskraft nähren. West-Östliche Perspektiven zu Theorie und Praxis des Qigong und Yangsheng. Uelzen: Medizinisch Literarische Verlagsgesellschaft, S. 172-185.

    Schild, W. (1998): Die chinesische Lehre von Qigong Yangsheng als Thema westeuropäischer Philosophie (am Beispiel G.W.F. Hegels).
    In: Hildenbrand, G. / Geißler, M. / Stein, S. (Hrsg.): Das Qi kultivieren - Die Lebenskraft nähren. West-Östliche Perspektiven zu Theorie und Praxis des Qigong und Yangsheng. Uelzen: Medizinisch Literarische Verlagsgesellschaft, S. 77-96.
    Geändert von KK-Baghira (26-06-2017 um 12:00 Uhr) Grund: Präzisierung
    "Empty your mind... be formless, shapeless, like water..." (Bruce Lee)

    www.kampfkunst-ewald.de

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