
Zitat von
kanken
Keine Ahnung, ich habe es halt nur aus völlig anderer Quelle (in China) jetzt genau so (bzw.. extrem viel tiefer) gelernt und die ist absolut authentisch.
Zwei unabhängige Quellen, die das Gleiche behaupten, sind schon mal nicht schlecht, zumal der chinesische Einfluss auf das Karate wohl nicht wegdiskutiert werden kann und dieses Wissen (in unterschiedlicher Tiefe), laut meinem jetzigen Lehrer, im chinesischen Militär Gang und gäbe war.
Grüße
Kanken
An dem Wissen an sich zweifle ich ja nicht. Aber an der Zuordnung ins Karate als dessen eigentlichem Kern und etwa durch Itosu und Higashionna gelehrt.
Das Versatzstücke davon zirkulierten, glaube ich auch. Nur macht das, was sich mir in inzwischen einigen trainierten Karate-Stilen als Prinzipien präsentiert hat, den Eindruck, andere Lösungen gefunden zu haben.
Die technischen Prinzipien, die ich meine, sind zwar dem primitiven Läster-Blockverständniss irgendwelcher halbgebildeter Mitthreader hier genauso überlegen, wie wahrscheinlich deine Bagua Prinzipien wiederum Ihnen.
Aber ich glaube nicht, dass hinter diesen Prinzipien noch mehr steckte - im Karate.
Beispiel dieser Prinzipien :
Selbst in den dämlichen Ippon Kumite Blöcken steckt das Prinzip, in einem dynamischen Treffen aus einem günstigen Winkel die Angriffsgliedmaße des anderen zu bewegen.
Tatsächlich ist die Bewegung größer und erzeugt eine gewisse Anhaftung und Kontrolle ( selbst wenn sich der andere Arm entzieht, weiß man ziemlich sicher, wohin).
Wo Wt mal mit passiver Verformung geworben hat, geht Karate unter günstigen Bedingungen entgegen und versucht, zu steuern und zu kontrollíeren.
Da entwickeln sich dann in der Praxis Spannungsgefälle und Folgereflexe.
Aber sie werden nicht primär angezielt, sondern folgen den Techniken.
Die sind größer und fließender als die Stop-motion Varianten, die wir oft im Kihon Kumite orgeln. Aber nicht Bildergesteuert. Und immer noch Techniken.
Muchimi u.ä. sind primitivere Geschichten, als im Bagua. Und waren das m.E. schon immer.
Im Vergleich zu Uke ist ne Monkey defense aber einfach nur was für ... monkeys. Im MMA sparring oder Irikumi benutze ich sie auch.
Aber dann aber entweder als statisches Ding oder zum unterlaufen direkt in den Körperclinch.
Was tatsächlich noch im Ippon Kumite übrig ist, ist auch die Karate Masche "Körper zurück, Arme vor" - um aus "zu-nahe-Wumms" in die Distanz zu kommen, wo man kurzeitig mit den Gliedmaßen des anderen hantieren kann
Ist auch im Karate nicht unüblich, mit dem Ellenbogen einzubrechen. Aber seltener gegen Schläge.
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