Vielleicht solltest du erstmal mich genauer lesen![]()
Ich habe mit meiner Aussage den Begriff Qi nicht auf Atem reduziert. Ich kenne Kubny und weiss sehr wohl um das weite Bedeutungsspektrum des Begriffes Qi Bescheid und kann ihn direkt einordnen in einen Großteil der chin. klassischen Literatur.
Wenn es um den Menschen geht und vor allem um den Menschen im Kontext der KK, macht es schon Sinn, Qi erstmal auf eine konkrete Bedeutung zurückzuführen. Deswegen steht da in meiner Aussage auch ein 'zunächst'. Damit möchte ich ausdrücken, dass der Atem die Grundlage im Körper ist, mit dem weitere komplexe Zusammenhänge im Körper und Geist zusammenhängen. Diese Brücke lässt sich sowohl in der Neidan Tradition, daoistische Alchemie, belegen, als auch vor allem in den CMA. Das ist aber kein theoretisches Konzept sondern wird in der Praxis sehr konkret.
Um um gleich wieder Missverständnissen vorzubeugen, es hat nichts mit Atemkontrolle oder dergleichen wie man es klischeehaft aus dem Yoga kennt zu tun, irgendeine Technik oder so was, wo man versucht etwas zu machen oder zu wollen, sondern er ist eine ganz natürliche Verbindungsbrücke zwischen Körper und Geist. So wie "innere" Bewegung nur auf Grundlage von "äusserer" Bewegung stattfinden kann und davon nicht getrennt ist. Es fängt halt immer irgendwo im Groben an und kann immer noch mehr verfeinert werden. Das hört nie auf und fängt immer irgendwo an. Und dazwischen ist nicht irgendwo ein Punkt wo plötzlich äusserlich aufhört und innerlich anfängt. Analog dazu hat Qi, auf den Menschen/KK bezogen, seine Wurzeln und konkreten Ausdruck im Atem. Wie schon gesagt, Qi getrennt von Atem in den KK zu betrachten ist so, als wenn man Wasserdampf als getrennt und verschieden von Wasser betrachten würde. Dann braucht man sich nicht wundern, dass hinten dann allerhand esoterisches, von der Realität entkoppeltes Zeug rauskommt.




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