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Thema: Wann ist ima eigentlich ima?

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    @ Royce Gracie2

    Vorneweg nur noch mal kurz, als Wiederholung. Ich denke die Unterscheidung ima/ema ist Mumpitz und eigentlich nur als sprachliche Konvention zu brauchen (ist halt einfacher die Ausdrücke zu nutzen).

    Da ja schon von Lorge und Ross die Rede war: Man sollte sich vielleicht fragen ob die tcma eigentlich kämpferisch sein wollen. Aus den Ausarbeitungen der beiden schließe ich, dass aus der historischen Entwicklung heraus, dies gar nicht mehr das Ziel ist.
    Sondern eher Lebenspflege, Selbstkultivierung und "Volksgesundheit".

    Klar es gibt noch Lehrer und Stile, die kämpferisch orientiert sind. Allerdings nicht mehr soooo viele. Die zu finden und von denen zu lernen ist schwer.

    Ich will mal als Beispiel die Schule nehmen, an der ich Yang-TJ lerne (das "Q" für Quan lasse ich bewusst weg). Mein Lehrer dort ist am Ende des durch Prüfungen erreichbaren angekommen, um zu wissen ob das nun ein 5 oder 6 Duan ist müsste ich auf seiner Page nachschauen.
    Der Mann ist so friedlich, dass es selbst bei festgelegten repetitiven Abläufen nicht auf das Ziel sondern daran vorbei geht; und unterrichtet eigentlich nur Formen und eventuell ein bisschen "fixed-pattern-Tui-shu".

    Das da auch nach 20 Jahren kämpferisch nichts bei rauskommt, ist glaube ich jedem klar. Mir egal, mir geht's da eher um die Gesundheit.

    Allerdings die Übungen die ich bisher im ima-Bereich lernen durfte, geben dem was ich vorher an "ema's" gemacht habe eine weitere Dimension.
    Leider nicht im Sinne von ich werde unbesiegbar, sondern im Bereich Wahrnehmung und Bewegung ganz allgemein.
    Davon würde ich auch profitieren wenn ich irgendeinen Sport betreibe, wegen mir auch Tennis.

    Allerdings kostet mich das 2 Stunden täglich, die Zeit hätte ich früher niemals aufbringen können, ohne dafür auf etwas anderes zu verzichten, egal ob Sparring, Konditions- oder Techniktraining. Es wäre kontraproduktiv gewesen.

    Dann kommen noch differente Ansätze dazu.
    In den "ema's" war es so, dass ich eine Technik grob elernt habe und Defizite in der Technik erstmal mit Kraft, Geschwindigkeit, Taktik u.s.w. kompensierte habe. Im Laufe der Zeit wurde die Technik immer feiner und benötigte weniger Kompensation. Am Ende stand dann eine saubere Technik, mit Kraft. Was im Wettkampf auch nötig war, weil die Säcke einfach nicht warten wollten, bis ich einen ganz sauberen Ansatz hatte und dann wieder kompensieren musste.

    In den "ima's" kommt es mir gerade anders herum vor. Erst mal alles in sehr sauber, und dann erst an den Partner, und danach vorsichtiges freies arbeiten.

    Das (Wett-) Kampffähigkeit damit erst nach langer Zeit zu erreichen ist, ist wohl klar. In meinem Fall würde ich annehmen dass ich so alt nicht mehr werde.

    Ich hatte vor ein paar Tagen das Vergnügen "T. Stoeppler" zu treffen. Der hat sich mit seinem Training, soweit ich das beurteilen kann, durchaus sehr kampfrelevante Qualitäten erarbeitet. Was mir auffiel war eine ganz enorme Kraft, ich bin jetzt nicht wirklich schwach, aber verglichen mit ihm schon. Dazu kam ein enorm gutes Rooting und Gefühl für Struktur (seine wie meine).
    Die Qualitäten die ich da gesehen habe, passen aus meiner Sicht sowohl perfekt zur Waffe seiner Wahl als auch zum ringerischen Bereich, was wohl, aus meiner Sicht, auch mit seiner Waffenwahl zusammenhängt.

    Das bisschen, was ich bisher an "ima" gelernt habe, beißt sich übrigens mit nichts, was ich zuvor im "ema-Bereich" gelernt habe, im Gegenteil.

    Mein Fazit daraus ist, wer kämpfen lernen möchte und keine kämpferisch orientierte Schule findet (so wird es wohl vielen gehen), sollte erst einmal eine kämpferische Basis legen, ob vorher oder parallel (wobei Gleichzeitigkeit und Wettkampforientierung kaum möglich ist, wenn man für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss), ist da aus meiner Sicht nicht wichtig.

    Kämpfen lernt man nur durch tun, immer wieder. Sparring muss nicht immer "volle Lotte", das geht auch, wie von dir gezeigt, zumindest mal am Anfang, wie soll man den sonst timing, Distanz, umschalten und funktionieren unter Druck lernen? - Jedenfalls nicht durch Meditation. - Auch wenn die Hilfreich ist, bzw, sein kann.

    Das waren dann mal meine "5 Cent", aus meiner bisherigen Erfahrung (das ist jetzt ima-bezogen eher wenig) heraus.

    Liebe Grüße
    DatOlli
    Geändert von DatOlli (05-07-2018 um 09:25 Uhr) Grund: Schreibfehler Satzbau etc.

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