Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
Wo ist das denn bitte *nicht* so?
Da ist es mir sogar zu blöd, Bispiele aufzuzeigen, wo es *auch* so wäre, weil es fast nichts gibt, wo dem *nicht* so ist.
mit Leuten auf Distanz klar kommen ist noch was Anderes, als mit Leuten in (teilweise sehr engem, she Ringen in allen Varianten) Körperkontakt klar zu kommen.

Wenn mein Tennispartner heute reichlich Knoblauch frühstückte, dürfte mich das eher nicht stören, die Distanz ist zu gross. Wenn mein Partner in der Kampfkunst das tat, wohl eher schon.

Warum haben soviele Kampfsportler/ Kampfkünstler so sehr ein Problem damit, daß deren Hobby eben *nichts* besonderes im weiteren Sinne ist?
ich halte Kämpfen in all seinen Facetten durchaus für etwas Besonderes. man kann ja den meisten Sport wie einen stilisierten Kampf oder Krieg betrachten (auch Fussball, auch Schach), aber im Kampfsport ist der kämpferische Aspekt halt noch viel präsenter, viel weniger abstrahiert. Im Fussball darf man den Gegner schon nicht mehr treten oder schlagen (nein ich sag nicht, dass alle sich immer daran halten), im Schach ist der Körpereinsatz minimal und es bleibt quasi nur noch Strategie übrig.

Baseballschläger oder Tennisschläger dürfen bei Frust auch nicht losgebrettert werden.
Bei Kampfsportarten ist es aber das Prinzip des Sports, den Gegner auf kämpferische Weise zu besiegen. Ein Baseballschläger oder Tennisschläger sind im Gegensatz zu einem Degen oder Eskrima-Stock nicht als Waffe gedacht, sondern ihr Zweck ist, den Ball zu schlagen.

Ein Degen kann auf (gemäss sportlichen Regeln) korrekt oder inkorrekt geführt werden, es geht aber immer gegen einen Menschen. Auch in der korrekten Version. Das korrekte Führen von Tennisschlägern bedeutet aber immer, dass der Ball getroffen wird, nicht der Gegner.