Gerne. Die Widmung in meinem Exemplar lautet: "Wahrer aikidô-Geist ist wahrer budô-Geist!" Und das dôjô meines Lehrers (dir ist bewußt, daß seine Frau und er das Buch übersetzt und herausgegeben haben?) heißt "Aiki Kobudo Kai - Verein für Aikido und Kobudo".
Äh ... jaaa ... der Titel des Buches lautet ab er schon "budô kyôhan".In dem Vorwort von Sugino Yoshio heißt es übrigens: Katori Shinto Ryu ist eine "Kampfkunst" [heihô (兵法 ?)], nicht "budô".
Daß heihô häufig zu budô synonym verwandt wirdt, habe ich ja oben schon geschrieben ... und so benutzt er dann weiter unten auf der Seite (19) dreimal den Begriff budô.
Auf Seite 21 wird deutlich, daß heihô, bujutsu und budô synonym verwandt werden. Zudem heitß es dort: " Dieses Buch ist ein Nachschlagebuch für diejenigen, die shintô-ryu-budô (!) erlernen wollen ..."
Ansonsten:
Auf Seite vi heißt es:
"Dieses Buch ist als ein Wegweiser für Trainierende gedacht, um das ernsthafte kobudô weider aufblühen zu lassen."
Auf Seite xi heißt es im Vorwort des sôkê zur deutschen Ausgabe:
"Ich hoffe, dass der Gesit des japanischen kobudô eine positive Wirkung auf die auf materielle Dinge konzentriete Kultur der heutigen Welt ausübt."
Auf Seite xiii heißt es im Vorwort von Sugino Yukihiro sensei zur deutschen Ausgabe:
"Als mein Vater noch lebte, hat er sich immer gewünscht, dass der japanische Geist des kobudô, besonders das Katori Shintô Ryu, nicht nur natürlich in Japan, sondern auch im Ausland verbreitet wird."
Auf Seite 15 heißt es im Vorwort von Sawada Sôju (1941 Oberpriester des Katori-Jingu):
"Dieses Mal haben die Schüler des Katori Shintô ryu , Her Sugion Yoshio und Frau Itô Kikue,diese alte Kunst des kobudô aufgeschrieben und veröffentlichen einen Teil davon im "Katori Shintô Ryu Budô Kyo^han" als Lernmaterial für Menschen, die budô erlernen möchten. [...] Der Inhalt dieses Buches drückt den Geist des budô gut aus [...] (und ist ) für diejenigen, die sich dem Studium des budô widmen, unentbehrlich;"
Das 1. Kapitel des ersten Abschnitts, Allgemeine Einführung, heißt: "Die Bedeutung und das Ziel von budô" (S. 31)
Das 4. Kapitel des ersten Abschnitts, Allgemeine Einführung, heißt: "Budô in der Schule" (S.44)
Was die Bildung der Persönlichkeit angeht, so heißt es im 2. Kapitel des zweiten Abschnitts, Spezielle Erklärungen: "Von Alters her wurde der Ort, an dem man die Gesetz Buddhas erlernt hat, dôjô genannt; aber nach und nach wurder der Ort, an dem man bujutsu lernt, ebenso dôjô genannt. Dies erhält seine tiefere Wahrheit darin, dass es der Ort ist, an dem man durch hartes Trainieren der Technik schließlich seine Persönlichkeit als Mensch ausbildet." (S. 45)
Im 2. Kapitel des zweiten Abschnitts, Spezielle Erklärungen, heißt es: " Verschiedenes Durcheinander, Unordnung oder Unsauberkeit verschmutzen die Heiligkeit des dôjô. Wenn man das zulässt, hat man sich schon weit vom traditionellen Studium des wahren budô entfernt." (S. 49)
Im 2. Kapitel des zweiten Abschnitts, Spezielle Erklärungen, heißt es: " Das Training von budô ist etwas heiliges und wird im dôjô praktiziert." (S. 51)
Will sagen: Dieses Buch ist nun gerade eines, in dem der Begriff "budô" durchgehend ganz ausdrücklich für eine Schule gebraucht wird, die einigermaßen alt ist. Und in dem das, was im Erziehungssystem unterrichtet wird, interessanterweise gerade nicht als budô verstanden wird. Und diesen Sprachgebrauch hat Sugino ôsensei nicht erfunden, sodnern vorgefunden.
Ja, das ist er unbestritten. Ich habe nur den Abschnitt des Interviews angeschaut, den du als Beleg für deine These verlinkt hattest. Und mindestens diese Aussage widerspricht eben nicht meinen Ausführungen, sondern hast du möglicherweise mißverstanden.Aber ich nehme an, dass Alex Bennett als in Japan lebender Professor für japanische Kultur und Geschichte ein solcher ist.
(Abgesehen davon darf ich mich glücklich schätzen, von Experten lernern zu dürfen, wie z.B. dem Übersetzer von budô kyôhan oder auch Ellis Amdur, u.a.. Wenn mich das auch natürlich definitiv nicht selber zu einem Experten macht.)





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