Zitat Zitat von Damiano R. Beitrag anzeigen
Den geforderten Beleg für die Aussage habe ich hier schon x-mal gepostet, wie oft denn noch? Sieh dir doch bitte endlich mal an, was Prof. Dr. Linde von der TU München gesagt hat: TV-Bericht im BR, ab Minute 8:20.
Naja, ich verstehe schon, dass ein solcher Bericht den Anhängern der Homöopathie Hoffnung gibt. Der Bericht sagt aber eigentlich nicht, was du daraus machst und gerade Linde sagt das so nicht. Du sprichst ja im Prinzip von "getürkt", "gefälscht", "manipuliert" im Zusammenhang mit der Studie. Das sagt Linde aber nicht. Er bemerkt völlig richtig, dass ein Großteil der zur Verfügung stehenden Studien nicht in die Metaanalyse mit einbezogen worden sind. Ich bin auf diesen Punkt im Gespräch mit discipula näher eingegangen und habe etwas aufgedröselt, mit welcher Begründung Shang et al bestimmte Studien excludiert haben.
Dann bleibt eine kleine Zahl von Studien übrig, wo man nicht mehr genau nachvollziehen kann, warum die Teilnehmerzahl (n-Wert) ausgerechnet so gesetzt wurde, wie er gesetzt wurde.

Ich verstehe das Vorgehen in soweit, als dass eine größere Probandenzahl aussagekräftiger ist, weil die statistische Wirkung einzelner Ausreißer geglättet wird. Es ist ein Mangel an nicht so wenigen Studien in der MEdizin, dass die Probandenzahl verhältnismäßig klein sind. Manchmal ist es aber gar nicht anders möglich.

Dann wird im Beitrag gesagt, wenn eine bestimmte Zahl weiterer Studien mit eingeschlossen worden wäre, dann wäre das Gesamtergebnis anders ausgegangen. Das mag sein, aber was bedeutet das? Das bedeutet, dass das Ergebnis anders ausgegangen wäre, wenn man Studien mit eingeschlossen hätte, die man aus inhaltlichen Gründen ausgeschlossen hat. Dann wäre die Metaanalyse aber schlechter gewesen.

Beispiel: Wenn ich alle Studien nehme, die z.B. von der Carstens-Stiftung beauftragt wurden, oder finanziert wurden nehme und daraus eine Metaanalyse bastel, dann wird diese natürlich pro Homöopathie ausgehen. Sollte man aber so vorgehen? Natürlich nicht. Lustigerweise greift hier genau das, was du der Gegenseite vorwirfst.