
Zitat von
Nick_Nick
@ all
M.E. ist´s tatsächlich eine Kraftumleitung beim Schieben von vorn. Und die funktioniert, weil der Mensch ein Mehrkörpersystem ist, das seine Teile über Gelenke verbindet.
In der Grafik ist die Kraftumleitung für eine Kette dargestellt, also Zugkräfte. Für Druck funktioniert´s analog.
Kette.jpg
(Quelle:
https://books.google.co.uk/books?id=...lieder&f=false)
Grüße
Da steht unter anderem:
"Die Kettenkraft S1 wird umgelenkt durch Einfluss der Auflagekräfte A"
In dem Modell gibt es ja neben der Kette auch noch den Zahnkranz, über den die Kette läuft und der Zwangskräfte auf die Kette auszuüben geeignet ist.
Bei einer entsprechenden "Druckanalogie" könnte dem Zahnkranz dann eine äußere Führung der Glieder einer Kette entsprechen.
Auf Zahnkranz bzw. Führung wirken dann beim Umlenkprozess wieder Kräfte (Bei der Kette die Auflagekräfte A) und diese bewirken Kräfte auf eine eventuelle Befestigung der Führungselemente.
Ich hab als Diskussionsanregung ein paar Strichmännchen auf Wägelchen
gestellt.
1.) Hier zieht ein Männchen an einem Seil / einer Kette, das die horizontale Zugkraft mittels einer Umlenkrolle in eine vertikale Zugkraft umlenkt.
2.) Wäre IMO dann eine Druckanalogie, bei der die Glieder der mechanischen Kette durch eine gekrümmte Wand in der gewünschten Bahn gehalten werden.
3.) Ist ein Jim Knopf-Aufzug
Die Pfeile sollen die Richtung auftretender Kräfte veranschaulichen, nicht die Größe.
Nicht eingezeichnet sind die Gegenkräfte zu den Zwangskräften, die dann auf die Umlenkelemente bzw. mittelbar auf deren Befestigung wirken.

Natürlich kann man in Abhängigkeit einer konkreten Struktur auch horizontale Kräfte in Kräfte zerlegen, von denen eine Komponente in Richtung der Struktur (z.B. im einfachen Fall eine im 45° Winkel stehende Strebe) zeigt und so eine vertikale Kraftwirkung auf den Boden erzeugen. Die anderen Komponenten (z.B eine Komponente die senkrecht zur Strebe wirkt und ein Drehmoment bezüglch des Kontaktpunktes erzeugt) haben dann aber eben auch wieder Anteile, die vertikal nach oben zeigen.
Senkrecht aufeinander stehende Vektoren sind ja im der normalen dreidimensionalen euklidischen Raum linear unabhängig.
D.h. ich bin der Meinung, dass man in Abhängigkeit von der konkreten Struktur, die beim menschlichen Körper ja variabel ist, mehr oder weniger horizontal angreifender Kraft widerstehen kann, wodurch der Begriff "Kraft umlenken" nicht ganz zu verwerfen ist.... aber nicht, ohne irgendeine horizontale Gegenkraft auf den Boden auszuüben, was man
annehmen könnte, wenn man das Bild "Kraft umlenken" zu frei interpretiert.
(Damit will ich nicht behaupten, dass Du Letzteres gesagt hast, lediglich, dass es so interpretiert werden könnte.)