
Zitat von
carstenm
Nur um der Klarheit willen:
Das ist allerdings eine andere Übung, als die, die ich oben beschrieben habe und an der sich diese Diskussion hier ursprünglich entzündet hat.
Ich übe gerade nicht, einen groundpath zu bilden. Groundpath ist ein Begriff, den ich von Mike Sigman her kenne als Umschreibung dafür, sich innerlich so auszurichten, daß das Gefühl ensteht, "die angreifenden Kraft werde in den Boden gelenkt".
Ich übe Ausdehnung in 6 Richtungen. Eine Formulierung, die ich u.a. von Dan Harden, von meiner nei gong Lehrerin, sowie von aikidô wie auch Schwert Lehrern her kenne. Dabei entsteht das Gefühl, "die angreifende Kraft würde sich auflösen".
Ich erlebe diese Erfahrungen als fundamental unteschiedlich.
Alle Definitionen von aiki, die ich bisher kennengelernt habe, betonen, daß aiki bedeute, im Körper immer einander entgegengerichtete Kräfte zu erzeugen. Das Öffnen in sechs Richtungen erzeugt - vereinfacht gedacht - 3 Gegensatzpaare.
Nach diesen Definitionen wäre es zwar ein Aspekt guter Körperstruktur, nicht aber eine Form von aiki, eine angreifende Kraft nur "in die Erde zu leiten" und nicht gleichzeitig auch "in den Himmel".
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Disclaimer
Keine meiner Formulierungen zielt darauf ab, das Üben im pyhsikalischen Sinne korrekt darzustellen.