Auch wenn ich mich nicht an den physikalischen Deutungsversuchen beteiligen mag ...
... ich möchte einen Aspekt zu bedenken geben, der bisher - sowei ich sehe - nicht in das Gespräch eingeflossen ist:
Ob nun fröhlich pustend auf einem Rollwägelchen mit Segel oder weise lächelnd mit dem Rücken an der Wand oder souverän auf einem Bein in glatten Strümpfen auf noch glatterem Hallenparkett ...
... wesentlich ist denen, die solche Dinge üben und unterrichten (jedenfalls denen, zu denen ich durch meine Üben ein wenig Zugang habe oder hatte wie Akuzawa, Threadgill, Harden, Amdur, Beebe, Goldstein, Okamoto ...), daß sie diese Fähigkeiten durch ein klar definiertes, sehr spezifisches Einzeltraining erwerben, bzw. signifikant verstärken. Dabei wird übereinstimmend berichtet, daß bestimmte Übung etwa 2-3 Jahre benötigen, um im Körper deutlich spürbare Veränderungen zu bewirken, die sich auf die Qualität der Übungen, die hier in Frage stehen klar auswirken.
Diese körperlichen Veränderungen setzen sich nach allen Berichten im Laufe des Lebens weiter fort.
(Wohl kann - wie ich oben behauptet habe - das pushen gegen Bauch bei Parallelstand "aus dem Nichts" mit völlig unbedarften Seminarteilnehmern eine dramatische Zunahme von Stabilität erzeugen. Aber das, was man nach einigen Jahren Solotraining mit dieser Übung anstellen kann, hat dann doch noch einmal eine ganz andere Qualität ...)
Wenn man also nach konkreten Erklärungen sucht, dann muss berücksichtigt werden, daß im inneren des Körpers ganz offensichtlich "etwas geschieht" bzw. "durch Üben hergestellt" werden kann, das die Möglichkeiten des geschobenen Körpers signifikant verändert. Das gerade ist ja das Wesen des Übens von aiki.
Insofern müssten - welche Erklärungsmodelle auch immer - methodisch m.E. vor allem das Innere der Strichmännchen ausmalen.




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