Zitat Zitat von Katamaus Beitrag anzeigen
So wie du das formulierst, kommt das bei mir so an, als ginge es eben nicht nur um die Kontrolle deiner selbst, sondern auch um die Kontrolle deiner Umwelt.
"Kontrolle" weckt IMO die falschen Assoziationen.
Es geht darum, erfolgreich zu interagieren. Sowohl mit mir, wie auch mit anderen Menschen.
Kontrolle wäre eher der Gürtelttiervorschlag mit Drohungen und Demütigungen oder der Ansatz der Leuite, die andere Ansichten mit negativ besetzten Etiketten wie "hysterisch" versehen oder andere Meinungen einfach ohne nähere Erklärung als "Bullshit" bezeichnen und die Vertreter dieser Meinungen als bekloppt.
Grundlage meiner Einstellung ist ein positives Menschenbild, bei dem andere als einsichtsfähig und kooperationsbereit angesehen werden.
Und mit einsichtsfähig meine ich nicht, dass die es schaffen, meine Sicht der Dinge zu akzeptieren, sondern, dass die fähig sind, die üblichen Denkgesetze anzuwenden.
Ich habe mir tatsächlich schon überlegt, dass ich gelassener durchs Leben gehen könnte, wenn ich meine Mitmenschen grundsätzlich als nicht einsichtsfähig anzusehen.
Einem Stein kann ich ja schlecht vorwerfen, dass er mir auf den Fuß fällt, er kann halt nicht anders....

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Es mag natürlich sein, dass sich die Umwelt in einem gewissen Maß verändern lässt. Sicher ist da aber nicht. Und selbst wenn es möglich ist, kann man daran scheitern. Damit ist Frust vorprogrammiert und der führt zu Aggressionen. Deswegen erachte ich es für hilfreich, die Möglichkeit eines solchen Scheiterns in Betracht zu ziehen.
Wenn ich das lese, spüre ich schon wieder eine gewisse Irritation.
Was eventuell daran liegt, dass ich Dir das Einsichtsvermögen unterstelle, dass Du hier nicht mit einem Dreijährigen bar jeder Lebenserfahrung sprichst.

Zitat Zitat von Katamaus Beitrag anzeigen
Da ist es halt nur wichtig, dass man weiß, in welchem Szenario man sich gerade befindet (kann man etwas ändern oder eben gerade nicht). Wenn man sich im falschen Szenario wähnt geht der Schuss vermutlich voll nach hinten los.
Ob man etwas erreichen kann, weiß man oft erst, wenn man es versucht hat.
Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
Es gibt natürlich auch Leute, die nicht kämpfen bzw. sich Vergleichen stellen, um die Illusion aufrecht zu erhalten, sie hätten gewonnen, wenn....

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Auch im Sport: so wie es eine Freundin mir mal zu Anfang meiner Turnierzeit geraten hat, als ich mich über die ganzen miesen Unsportlichkeiten aufgeregt habe: „Du musst lernen, den Leuten kalt lächelnd auf die Zähne zu schlagen.“ Die war nun wirklich keine Philosophin aber während ich im Karate gar nicht mehr den Drive dazu habe,
Waren auf diesen Turnieren Schläge in's Gesicht erlaubt?