Das stimmt. Wenn ich so ganz tief in mich hineinhorche, halte ich die auch nicht wirklich für D****n und A*********r. So ein schlechtes Menschenbild habe ich nicht. Ich kenne aber genug, die mit ganz harten Bandagen kämpfen. Die sich beruflich komplett anders verhalten als privat. Nach dem Motto: „Da geht es um Erfolg. Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps.“ Insofern sind sie zumindest in dem Kontext dann doch A*********r.
Jedenfalls habe ich mich von der Vorstellung lösen können, dass die kooperativ, fair oder sonst irgendwas in der Richtung sind. Außer, es stellt sich mit der Zeit anders raus. Vermutlich ist es, wie im Kampf, optimal, einfach gar nichts anzunehmen, leer zu sein, bewegungsbereit und achtsam und einfach auf das zu reagieren, was da kommt. Wie in diesem mir zu komplizierten Faden mit dem „Leere wirken lassen“. Manchmal klappt das, oftmals nicht, aber der Hintergrund als KS/KKler hilft da imho enorm.
Ok, das war vermutlich schlecht formuliert. Ich meinte Vernunft eher so im Sinne von Kant. Ich hatte auch zunächst was von „meinem eigenen kategorischen Imperativ“ schreiben wollen. Das erschien mir dann zu schwülstig und so habe ich es durch „Vernunft“ ersetzt. (Mit den moderneren Interpretationen kenne ich mich nicht aus. Bin ja kein Geisteswissenschaftler.) Ich bin auch kein Zen-Buddhismus-Experte aber diesen Gedanken, Gefühle zunächst einmal ohne Wertung neutral zu beobachten, etwa wie ein paar seltsame Insekten, ohne sie sofort zu beurteilen, finde ich recht praktisch.Gefühle (im Sinne von Emotionen) nach dem Kriterium "Vernunft" zu beurteilen, erscheint mir doch etwas...unvernünftig.
Paradoxerweise ermöglicht mir gerade das, Gefühle „vernünftig“ zu beurteilen - also etwa festzustellen, dass ich gerade ohne Grund vollkommen lächerlich wütend auf meine Frau, nur weil irgendwas so läuft, wie ich mir das in meinem bornierten Hirn gerade so eingebildet hatte. Oder - im Beruf - dass ich gerade neidisch auf die Position von jemandem bin, obwohl mir bei nüchterner Betrachtung klar werden sollte, dass dieser für seine Position etwas getan hat, was ich nie bereit wäre zu tun (und sei es nur, einen Haufen Überstunden zu schieben), so dass er es eben doch mehr verdient hat als ich - im gegebenen System, welches ich nicht ändern kann (also bspw. obwohl ich meine, dass es nach Kompetenz gehen sollte, was es aber eben nicht tut, usw. usw.9 Keine Ahnung, ob das jetzt alles zu verschwurbelt ist!?
Ja, eigentlich gleiches Thema wie oben.Ja, für mich hab ich da, zumindest temporär, entsprechende Achtsamkeitsmeditationen befreiend empfunden, bei denen man der Welt und insbesondere sich selbst, erlaubt, einfach mal so sein zu dürfen, wie sie, bzw. man gerade ist.
Jo mei, schließlich geht es um meine ZähneDu schwimmst mit dem Strom und verletzt selbst die Regeln, deren Verletzung dich wütend macht?
"Sei selbst die Veränderung, die Du in der Welt nicht sehen willst"?![]()
Aber im Ernst. Da gibt es schon einen Unterschied. Ich bin sehr kontrolliert (viel Kata trainiert) aber es geht hier um Leute, die entweder billigend in Kauf nehmen, mich zu verletzen, weil es ihnen einfach wurscht ist, sie unfähig sind, oder das sogar beabsichtigen. Da nutze ich die Mittel, die mir zur Verfügung stehen und die im gegebenen Rahmen ja auch nicht sozial geächtet, sondern eher akzeptiert sind.
Ich habe auch nie jemanden ernsthaft verletzt. Nur bissl Aua gemacht. Dahingegen habe ich in unserem Nullkontakt-Sport offene Nasenbeinbrüche erlebt, weil der eine vollkommen naiv in den Kampf gegangen ist, während es dem anderen einfach wurscht war, ob er ihn trifft.







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