ja witzig Ralf
ich hab´s mal populärwissenschaftlich nachgeschlagen
Rubrospinal tract aus dem Mittelhirn entspringender Nervenstrang der nebenverantwortlich die motorische Kontrolle der Bewegungen durchs Rückgrat leitet.
Wohl hauptsächlich für den Oberkörper zuständig und für größere Muskelgruppen aber auch Feinmotorik.
PPN bezieht sich auf Nervenneuronen des Parasympathikus, das nach jetzigen Erkenntnissen nicht "starr" verdrahtet ist, sondern flexibel/lernbar/anpassungsfähig ist.
Motorkortex in der Hirnrinde hinter dem Frontallappen angesiedeltes Gewebe zuständig für willkürliche Bewegungen und das zusammensetzen komplexer Bewegungsmuster.
Soll wohl heißen Sanchin trainiert die Nervenstränge, die komplexe (z.B. gleichzeitige, gegenläufige Bewegungen) anfeuern, dazu muß dem Motorkortex aber die gewollte
Bewegung vermittelt werden, deswegen verzichtet man wohl in Sanchin auf Massebeschleunigung und übt diese mit einem fortgeschrittenen Partner, der konstant
Bewegung, Positur, Struktur überprüft und korrigiert.
Fundamental dient da gleichzeitig eine natürliche Atmung, die nur "hörbar" gemacht wird, akustiziert sozusagen.
Die äußere Form ist also bewußt stark vereinfacht worden um von diesen inneren Vorgängen nicht abzulenken.
Prinzipiell ist Sanchin als eine Übung vergleichbar mit ZhangZhuan, hat aber nicht "song" zur Grundlage sondern das Gegenteil.
Weiß einer, ob es dafür einen Ausdruck gibt? Im SanTiShi ist es ähnlich, die Arme haben immer Spannung, ich betreibe meine Tensho auch so ähnlich.
Damit das dann auch alles erfolgen kann bedarf es natürlich einer gewissen Aufmerksamkeit und Zielvorstellung.






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