Zitat Zitat von Panzerknacker Beitrag anzeigen
stellt sich ja auch die Frage, was Du aus den Büchern entnehmen möchtest, Kanken nutzt die ja zur "Übersetzung" der chinesischen Bilder, Visualisierungen für seine Leute
dann haut er ´mal ganz munter ´was ohne Kommentar ´raus, was die meisten wohl eher ignorieren, was man dann aber halt aufarbeiten muß, so man ihn denn halbwegs verstehen möchte
und ganz ehrlich?
wenn ich mir Deine Vita durchlese, brauchst Du das meiste eh nicht, hast Du sowieso schon
fortgeschrittenes grappling, clinching ist ohne Anwendung von dem Zeug gar nicht möglich
vielleicht ganz nett als addon oder um, (wie ich Deinem Einstieg weiter oben entnehme) sich mit Leuten in einer gemeinsamen Sprache unterhalten zu können
auch das funktioniert aber nur, wenn beide Seiten bereit sind, bei fehlenden Worten usw. auf den anderen einzugehen
ich habe ja weiter oben dargestellt, wie ich bereit und fähig bin, mein Zeugs darzustellen (eigentlich war das intern zwischen mir und DatOlli mal Thema)
werde ich weiter so betreiben, vielleicht fällt mir ´mal was besseres ein als die paar erwähnten
mein "XingYi" hat mir mehr in Form von neuem Vokabular und somit Inhalt gegeben, als wirkliche "Anwendung", von den 8 jin, die ich da jetzt gelernt habe, hatte ich die meisten,
eigentlich alle, bloß mit anderen Vorstellungen "shun" follow up ist für mich immer zentral gewesen, nie darüber nachgedacht, daß als combative energy zu betrachten
ist ganz cool, kann man weiterverfolgen usw. aber "haben" hatte ich das schon ewig
vielleicht schreibst Du ´mal, was Du Dir davon versprichst?, Deine Ausführungen finde ich immer sehr interessant
Es geht mir tatsächlich mehr um die Frage nach Diskussionsebenen und um bestimmte akademische Überlegungen, auch wenn letztere für mich reines Hobby sind im Moment. So Fragen wie "welche Überlegungen/Szenarien stehen hinter spezifischen Technikvarianten" oder "warum wählt man bestimmte Trainingsmittel", "wo sind die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede, und warum". Ich habe die Theorie, dass die verschiedenen Grapplingstile gewissermassen Dialekte derselben Sprache sind (ohne einen gemeinsamen Ursprung zu postulieren), die auch eine breite Kontaktzone mit der "Diskussionsebene" des gerüsteten Kampfes hat. Gerade bei den TCMA sehe ich z.T. sehr ausgeprägte Ähnlichkeiten mit den HEMA, gerade im grapplerischen Bereich (natürlich auch Unterschiede); wie Du vielleicht weisst, gibt es bei den Überlieferungen in den Fechtbüchern gewisse Lücken – weniger im Sinne von «fehlende Seiten» sondern mehr im Sinne von «worüber schreibt man, worüber nicht» was die Frage aufwirft «was wird vorausgesetzt und warum ist das wohl so». Ich meine, zumindest einige recht gut mit dem füllen zu können, was ich aus dem Ringen kenne, und es gibt bestimmte Anhaltspunkte dafür, dass der Ansatz in sich durchaus schlüssig sein kann. Aber es ist immer gut, Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Und ja, ich lerne dabei laufend dazu. Oft genug sind es nur Kleinigkeiten – ein anderer Blickwinkel, dass mir bei jemandem eine etwas andere Stellung der Hand auffällt – und schon sehe ich wieder Parallelen und Unterschiede, die mir vorher so nicht aufgefallen sind... aber aus solchen Kleinigkeiten setzt sich dann oft genug auch das tiefere Verständnis von etwas zusammen. Dass ich solche Diskussionen stilintern wie stilübergreifend seit über einem Jahrzehnt führe, hat es mir auch beträchtlich erleichtert, mich in das Lernverhalten von unterschiedlichen Lerntypen "einzufühlen", was gerade dann didaktisch bereichernd ist, wenn man jemanden stilübergreifend unterrichten möchte. Wohin die Überlegungen führen und wie sich das konkret auswirken wird, ist mir noch nicht klar, aber der Prozess ist auch spannend.

Ich denke, das fasst so im Grossen und Ganzen zusammen, was ich mir von Diskussionen und Austausch im Allgemeinen verspreche. Es ist keineswegs so, dass ich mir dafür nur die TCMA anschaue, aber eben durchaus auch.

Beste Grüsse
Period.