Zitat Zitat von DatOlli Beitrag anzeigen
Hmm, ich finde den Faden bisher sehr interessant. Interessanterweise finde ich da ganz viel Zeug, dass sehr für anwendbare Kampfkunst spricht. Was meinem bisherigen (also bis zu diesem Faden) Bild eher zuwieder läuft.
Zu der Frage, ob Aikido heutzutage als eine anwendbare Kampfkunst brauchbar ist, gibt es auf YouTube ein neues Projekt mit Ryuji Shirakawa und einem japanischen MMA-Kämpfer Yusuke Yachi, die beide gut besuchte YouTube-Channels haben. Es geht mal wieder um Aikido x MMA, aber nicht als Kampf in Ring oder Käfig, sondern als Austausch, von dem beide Seiten möglicherweise lernen können. In der ersten Folge führt Shirakawa einige Basis-Techniken und Übungen vor:


(Das japanische Video hat ganz brauchbare, manuell übersetzte englische Untertitel)

Die erste Folge hat eher den Charakter eines Aikido-Probetrainings. Die ersten Übungen, Shihonage (ab 3:15) und Ude Garami* (ab 5:55) gegen Greifen des Handgelenks (Katate Dori) kenne ich auch aus unseren Probetrainings (allerdings ganz selten mit Interessenten, die KS-Erfahrung haben).
Was ich daraus zu sehen glaube: Wenn der Übungspartner ohne Aikido-Erfahrung die Spielregeln akzeptiert, hier also ganz fest die Hand oder Arm(e) des Nage greift und auch festhält, dann kann er ohne Aufwand auch gegen vermeintlichen Widerstand geworfen werden. Lässt er rechtzeitig los, dann ist das Spiel abgebrochen (10:03, 10:30-10:40).

Ich bin mal gespannt, wie es in den nächsten Folgen weitergeht, insbesondere, ob der MMA-Kämpfer Shirakawa mal frei(er) (z.B. mit Takedowns) angreifen darf.


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*) So wird die Technik in der AFD, Linie Tissier genannt, z.B.: Bodo Rödel: Aikido-Grundlagen-Tutorial: ude garami