Wie kann der Übende das entscheiden, wenn die Ura-Aspekte für ihn verschlossen sind? Ohne das Internet wäre ich (wie vor 30 Jahren) ja nicht mal auf die Idee gekommen, zu hinterfragen, ob es da mehr gibt, als man im eigenen Dojo und auf den großen Lehrgängen sehen und üben kann. Und es ist ja auch nichts schlechtes, wenn auf internationalen Lehrgängen die Übenden eine gemeinsame, vertraute Basis haben.
Ich halte und hielt es repräsentativ für den Unterricht, den ich idealerweise in meinem Dojo und auf dem letzten großen Lehrgang (Berlin Sommer 2019) erlebt habe. Inryoku nannte es ja dann auch "Basis-Aikido". Wobei das Level, dass man in der Morning-Class des Doshu sieht, keineswegs selbstverständlich ist und von der Mehrheit der Aikidoka, die ich kenne (oder mit denen ich auf Lehrgängen Kontakt hatte), nicht erreicht wird. Die Aussage, dass Doshu nur einen "kleinsten, gemeinsamen Nenner" unterrichte, war mir aus früheren Threads noch gegenwärtig.
Wie ich schon in Post #172 ausgeführt hatte, machte sich zum Beispiel Tomiki Sorgen, dass zu viele Aikidoka dazu verleitet werden könnten, in ihrem Leben sich nur noch mit der Entwicklung solcher Aiki-Skills zu beschäftigen und nannte das "anti-social" (Modern Aikidoist Podcast: Ep. 123 (ab 1:06:00)).






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