Hmjo, kann alles mögliche sein. Die Frage wäre halt: wenn es immer beim Mittagstraining auftritt, was exakt ist dort anders als zu anderen Zeiten? Oder umgekehrt, was kannst du dort anders (/mehr, weniger, zusätzlich...) machen als zu anderen Trainingszeiten, um die Ursache zu beheben?
@Beugetiefe: soweit ich weiß, ist bei gesundem Körper und allgemeiner Zielsetzung die gefestigte Meinung der Sportwissenschaft, dass tiefe Beugen diverse Vorteile haben: bringt mehr Kraft über die ganze ROM, mehr Muskelaufbau in den Zielmuskeln und damit in der Regel auch mehr Übertrag auf anderen Sport. Und das bei weniger Load, der auf die Gelenke wirkt. Quellen müsste ich suchen, so sagt es aber auch ein Bekannter, der Dozent ist. Bei Vorschäden oder spezieller Zielsetzung muss man individueller gucken. Bei einer akuten Patellasehnenentzündung ist tiefe Gelenkstellung unter Last zB nicht sinnvoll möglich, dann nimmt man lieber ne sehr hohe Box dazu. (Bei Meniskus weiß ich es nicht.) Ebenso kann es sinnvoll sein flacher zu gehen, wenn man sich auf eine reduzierte ROM spezialisieren (Kraft ist sehr spezifisch) oder an Sticky Points arbeiten will.
Also wenn ich eine Faustregel sagen müsste, wäre das ungefähr so: man soll so tief Beugen, wie man langfristig schmerzfrei und mit sauberer Technik kommt, unter Berücksichtigung der persönlichen Physiognomie und der (aktuellen) Beweglichkeit sowie der aktuellen Zielsetzung. Da wird schon klar, dass es keine allgemeine Regel gibt, die man in einem Kniewinkel in ° ausdrücken kann.
Auch kann es Sinn machen, mehrere Winkel zu kombinieren. Zum Beispiel Kraftdreikämpfer spezialisieren sich natürlich auf Beugen knapp unter parallel. Sie benutzen dann aber oft Frontbeugen oder tiefe Highbarsquats, um gezielter die Beinkraft aufzubauen, oder auch hohe Boxbeugen für Stickypoints oder Overloads.
Wer Kreuzheben im Plan hat, hat übrigens bereits gewissermaßen eine Übung mit größerem Kniewinkel und mehr Gewicht abgedeckt, in diesem Sinne also ähnlich wie ein Beuge-Overload.






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