Zitat Zitat von kloeffler Beitrag anzeigen
Und die Kampfkunst nur am Kampf zu messen, halte ich für etwas eindimensional. Die Zeiten haben sich in den letzten 150 Jahren ja schon etwas geändert. Nur in der Vergangenheit verhaftet zu sein ist in meinen Augen nicht authentisch, sondern eher Kategorie „Reenactment“.

Nun gut jeder trainiert aus unterschiedlichen Gründen. Aber zumindest für mich persönlich ist doch in der Vergangenheit verhaftet zu sein der USP (universal selling Point ) einer historischen KK.

Ist in meinem persönlichen Umfeld natürlich zum Teil heuchlerisch, da wir in den HEMA quasi wirklich nur Reenactment betrieben und keine authentische Linie haben so wie in den Koryu oder manchen CMA.


Mit alten Waffen zu üben ist ein Wissen aus der alten Zeit. Wie könnte man das authentischer manchen in dem es verändert und quasi modernes Wissen einfügt??

Was wissen wir heute besser über den Kampf mit antiquierten Waffen als die Leute die sich damals auf Leben und Tod mit diesen Waffen gekämpft haben? Wie kann man mit modernen Wissen die Authentizität einer klassischen KK verbessern?

Um Authentizität bemüht zu sein würde ja zumindest laut meiner Interpretation dieses Wortes zwar bedeuten dass man die Kunst zwar verändert und an die moderne Zeit anpasst ohne allerdings den Grundgedanken zu vernachlässigen.

Nur wie ist das deiner Logik nach möglich wo du doch meinst dass es unmöglich ist zu wissen wie es damals früher ausgeschaut hat?

Ein übrigens berechtigter Einwand wie ich finde.