Zitat Zitat von Hasso Beitrag anzeigen
@ egonolsen:

Hm, der Darsteller in deinem verlinkten Video spricht ja im eigentlichen von Gewebe (Sehnen und Muskel) und nicht von den Knochen; mir kommt es so vor, als wenn der Darsteller zu etwas rät, wovon er eigentlich aufgrund seines angeführten Arguments abraten sollte. Er begeht dadurch meiner Meinung nach einen Fehler. Denn ab der 3. Minute, 15. Sekunde spricht er davon, wie sich ein bestimmtes Band am Schlüsselbein angeblich verkürzen würde und einen Knochen dann nach unten formen würde (erzählt sogar was von angeblichen Studien); Demnach wäre für Menschen, wo dieser Knochen dann aufgrund der Verkürzung (was bei den meisten dann der Fall sein sollte) nach unten geformt wurde, eben von einer Überkopfposition abzuraten, da dann ja schließlich das Oberarmgelenk mit dem verformten Knochen in Reibung gerät...

Bei der 2. Minute, ab der 8. Sekunde sieht man auch nochmal sehr gut, wie sich die beiden Knochenpartien berühren, was dann bei besagter Verformung noch heftiger sein dürfte.

Ist für den Menschen eine solche Überkopfposition denn nicht generell unnatürlich? Schließlich befinden sich die Arme im Ruhezustand genau in der entgegen gesetzten Richtung...
Hast du dir das gesamte Video angesehen? Ab ca. Minute 5:20 erklärt er, warum das bei der Überkopfposition nicht passiert. Wenn ich den Arm sagittal hochebe, ohne das Schulterblatt zu bewegen, kann es zu einer Einengung kommen. Bei einer Überkopfposition, wo das Schulterblatt frontal mitrotiert, rotiert der kritische Druckpunkt auch mit. Dadurch kommt es zu keiner Einengung, da die Kräfte senkrecht wirken, die kritische Druckrichtung sich allerdings in die Horizontale verlagert hat, wo in der Überkopfposition keine Kraft wirkt.

Ich würde sagen, dass es auf dem Weg nach oben kurzzeitig zu einer Einengung kommen kann, ganz oben ist sie aber nicht mehr vorhanden. Ich würde mal schätzen, um einer Einengung während der Hochhebebewegung ein wenig vorzubeugen, kann man den Arm auch seitlich hochheben.