Mich überzeugt das alles nicht, sorry.
Ich verstehe nicht, wie man sich an einem Begriff aufhängen kann ... nur um diesen geht es mir, bzw. um die Unterstellung, der Begriff "Terroranschlag" würde - entgegen den Fakten - vermieden werden (wofür es ja einen Grund geben müsste). Vllt. fehlt mir da irgendwas, aber mir ist es ziemlich Wurst, wie man diese Tat betitelt. Die Hintergründe sind/werden doch eh bekannt. Dass der Typ z.B. "Propagandamaterial" in seiner Unterkunft gesammelt hat und sich während und nach der Tat islamistisch geäußert hat, wird doch nicht verschwiegen.
Am ehesten überzeugt mich noch dein Vergleich mit einem Blitzschlag, also dass man als eine Art Schuldabwiegelung sagen könnte "ja, kann man nicht verhindern, braucht man sich oder den Sicherheitsbehörden nichts vorzuwerfen". Wobei das mMn ja doch eher dazu taugt, die Verunsicherung in der Bevölkerung zu vergrößern.
Edit: Der Amoklauf von München würde auch lange Zeit eben als Amoklauf bezeichnet, obwohl der Täter eindeutige Parolen gerufen hat und bei ihm zu Hause Propagandamaterial gefunden wurde. Die Einstufung als Terrorakt erfolgte erst Jahre später. Dagegen galt der Angriff mit einer Axt in der Regionalbahn nahe Würzburg von Anfang an als Terroranschlag. Augenscheinlich, wird die Zuordnung jeweils für den konkreten Fall vorgenommen.
Ich denke, dass die Grenzen bei solchen Taten sowieso fließend sind, die Zuordnung schwierig ist und, wie schon gesagt, mMn letztlich absolut belanglos ist, ob das jetzt einen Schritt weiter links oder rechts eingeordnet wird.






