Das hat nichts mit oberen und unteren Atemwegen zu tun sondern nur ob man eine Infektion hat oder nicht. Kontakt mit dem Virus heißt ja dass es schon die ein oder andere Zelle gibt die infiziert wird, die vermehrten Viren werden aber sofort durch die Antikörper neutralisiert, wenn es überhaupt ein Virus schafft eine Zelle zu infizieren. Dabei spricht man dann aber nicht von einer Infektion, das geschieht erst dann wenn das Virus sich unkontrolliert vermehrt und die Entzündungskaskade anläuft, die dann noch mehr Antikörper produziert.
Bei SARS-CoV-2 ist es so dass diese Entzündungskaskade zu einer Autoimmunreaktion führt die sich gegen die kleinen Gefäße überall im Körper richtet. In der Lunge macht das dann akut die schweren Lungenentzündungen, im Gehirn u.a. den Geschmacksverlust etc. Im weiteren Verlauf kann diese Immunreaktion dann für die Long-Covid-Symptome sorgen (im Gehirn die Erschöpfungen, Depressionen, anhaltende Geschmacksverluste etc.) am Herzen u.a. für das anhaltende Risiko für Herzinfarkte und Herzmuskelentzündungen, an den Gefäßen das Risiko für Thrombosen und Embolien etc.
Weiterhin können anscheinend bei einer Infektionen Teile des Virus in die DNA des Menschen eingebaut werden, wodurch anhaltend Virusbestandteile durch die menschliche Zelle produziert werden, die dann wiederum von dem Immunsystem erkannt werden und dann die Autoimmunreaktion aufrecht erhalten.
Ein adäquater Antikörpertiter schützt also davor dass es zu einer Infektion kommt und genau aus diesem Grund sind die Boosterimpfungen ja so wichtig.
Selbst wenn man als Geimpfter einen Durchbruch hat ist das Immunsystem besser trainiert und beendet die Infektion sehr viel schneller und effizienter.
Wie es mit Langzeitfolgen i.S. von Long-COVID und den anderen Risiken bei Impfdurchbrüchen aussieht kann man aktuell nicht sage, da dazu einfach noch nicht genug Daten vorliegen. Es ist jedoch zu erwarten dass diese Folgen dtl. geringer ausfallen werden. Muss sich aber halt noch zeigen.






