Wenn für dich schon "kuzushi" das schwierigste Element einer Aktion ist, dann gilt das für mich als Weißgurt erst recht. Nach meinem Verständnis gibt es grob folgende Möglichkeiten, wie erfolgreich mein kuzushi-Versuch ist und Uke reagiert:
- Ukes Gleichgewicht wird nicht gestört und der Wurf gelingt nicht
- Ukes Gleichgewicht wird nicht gestört, aber Uke geht mit und lässt sich werfen
- Ukes Gleichgewicht wird gebrochen, d.h. er fällt (oder rollt) vor dem eigentlichen Wurf (der geübt werden soll)
- Ukes Gleichgewicht wird gestört, aber nicht gebrochen; der Wurf gelingt.
Bei 1 kann ich was (über kuzushi) lernen, bei 2 nicht; aber leider ist 2 in meiner Erfahrung der häufigste Ausgang zumindest beim Üben mit Anfängern und Partnern auf gleichem Level wie ich. Im 3. Fall ist das Übungsziel auch verfehlt; bei weniger erfahrenen Ukes verzichte ich bewusst auf kuzushi, damit die äußere Form geübt werden kann.
Meine konkreten Probleme können aber natürlich nur auf der Matte und nicht im KKB gelöst werden.