Den letzten Satz möchte ich verallgemeinern:
Es entsteht immer eine gleich große Gegenkraft, unabhängig davon, ob es dem Geschobenen gelingt, stabil stehen zu bleiben.
actio = reactio meint ja nicht, wie Dir wahrscheinlich bekannt, dass ein Körper intuitiv seine Struktur optimal an einwirkende Kräfte so anpasst, dass er stehen bleibt, sondern, dass man keine Wirkung ausüben kann, ohne eine (hier gleichgroße) Rückwirkung zu erfahren.
(Bei Newton waren Raum und Zeit davon noch ausgenommen, Einstein hat diesen Schönheitsfehler korrigiert)
Aus dem Impuls- und Drehimpulserhaltungssatz folgt, dass es für das Stehenbleiben sehr zweckdienlich ist, die horizontale Komponente der einwirkenden Kraft zu minimieren, bzw. die Kraft so zu orientieren, dass die Verlängerung des entsprechenden Vektors durch den Schwerpunkt in die eigene Standfläche geht (siehe Skizze in Beitrag #1266 )
Ja, aber Du warst (selbst)kritisch genug, aufgrund der - wohl durch Deine tatsächlich vorhandenen naturwissenschaftlichen Kenntnisse verursachten - Überraschung zu versuchen, die Versuchsbedingungen besser zu kontrollieren, um Fehlerquellen auszuschließen.
IMO geht die Naturphilosophie spätestens seit Galilei über die Annahme, der ersten unmittelbaren Eindruck wäre korrekt, hinaus und hinterfragt den Einfluss der eigenen Beobachtungsmittel und Umstände auf die Beobachtung.





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