
Zitat von
period
Das grenzt jetzt meinerseits an Haarspalterei, aber ich würde das höchstens "semi-unkooperativ" nennen. Ein bisschen so, als würde ich gegen jemanden Schach spielen, der mich gewinnen lassen wird, wenn ich Mindestkriterium X erfülle.
Natürlich kann man jeden Test / Wettkampf usw. immer auch als Üben sehen. Bei uns wäre das wahrscheinlich ein Trainingsspiel bzw. ein stark limitierter Drill (nicht mal "Situation auskämpfen", weil die Situation klar so definiert ist, dass A nur rüttelt und B nur stehenbleiben muss und nicht etwa B auch versucht, A aus dem Gleichgewicht zu bringen), als Test würde ich persönlich das nicht bezeichnen. Aber wie gesagt, jeder Disziplin ihre Nomenklatur.
Hmh, nicht wirklich Haarspalterei. Ich sehe es einfach so wie es beim Sport auch ist. Zum Beispiel ,Einer übt Wurf und der Andere gibt moderaten Widerstand . Sei schon bei der Fassart oder erst beim kuzushi. Der Widerstehende sperrt sich aber nicht total , so das er dem Werfenden Lücken bzw Möglichkeiten innerhalb seines Widerstandes anbietet.
Beim Sport wird halt mehr Wert auf Das Ergebnis z.b. der wurf gelegt oder später auf die Wurfausführung . Bei den angesprochenen Themen , ist der Fokus mehr auf Dinge wie Struktur , Gleichgewicht , Körperorganisation usw.
Bei solcher Vorgabe ist es halt eben beides . Test und Üben. Auch im Sport . Auch wenn es dann vll. nicht so benannt wird . Ist aber egal vom Prinzip her.
Es unterscheiden sich halt nur Intentionen
Der Unterschied zum Wettkampf /Randori ist halt nur ,das dort keine Vorgaben für die Ausführung selbst gemacht werden . Klar werden die Ausführungen bewertet mit Bepunktung, aber Ziel ist nicht eine gute Performence sondern der Wurf selber.
ein stark limitierter Drill (nicht mal "Situation auskämpfen", weil die Situation klar so definiert ist, dass A nur rüttelt und B nur stehenbleiben muss und nicht etwa B auch versucht, A aus dem Gleichgewicht zu bringen), als Test würde ich persönlich das nicht bezeichnen.
Hier ist etwas missverstanden worden . der welcher stehenbleibt ist NICHT passiv. Wenn also der Schiebende noch Probleme mit Struktur hat , dann bewegt der Stehenbleibende den Schiebenden pausenlos . Der Schiebende stolpert dann vor , zurück , zur Seite usw und versucht permanent sein Gleichgewicht zurück zu bekommen. Also auch der Stehenbleibende hat einen starken aktiven Part.
Dennoch gehe ich mit und betrachte es auch als eine Art von Drill. Eben mit unkooperativen Anteil.
als Test würde ich persönlich das nicht bezeichnen.
Ich denke das grosse Problem bei solchen Diskussionen ,ist zu verstehen , das bei solchen Übungen nicht das äusserliche Ergebnis in erster linie , bewertet wird , sondern die Art und weise WIE jemand , stehen bleibt , Wie jemand schiebt , .Dieses Wie ist der Streitpunkt .v.a. wenn so eine Übungsweise nicht vertraut ist.
Geändert von Cam67 (21-06-2022 um 13:06 Uhr)
Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)