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Thema: Ueshibas Superkräfte ...

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  1. #11
    Gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Wie kann man nun aber logisch argumentieren, ohne zumindest teilweise auf das Sprachspiel der formalen Logik zurückzugreifen?
    Ich schrieb ja weiter oben schon, dass Umgangssprache - und dazu rechne ich zunächst auch Diskussionen hier im Forum - eine weit größere Unschärfe haben und notwendig haben müssen als z.B. die Sprache der Mathematik oder die Sprache der formalen Logik. Insofern ist deine Einschränkung "teilweise" für das Kommunikationsgeschehen hier ausschlaggebend.

    Triggern?
    Das heißt einfach auslösen.
    Inwiefern ist dieser Begriff - und noch dazu klassisch - eine Umschreibung für nicht-Gelingen von Kommunikation?
    Weil "triggern" meinen eigenen Filter über die Äußerung des Partners legt. Und zwar nicht allein nur in Bezug auf das informationelle Verstehen, wie im Falle des eigenen "Vorverständnisses", sondern vor allem in Bezug auf die eigene Emotionalität.

    Eine Suche nach der Zeichenfolge "triggern" und dem User "Pansapiens" ergab kein Ergebnis in dem entsprechenden Thread.
    Ich bezog mich auf diesen Satz:
    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ... Es ist einfach so, dass ich durch bestimmte Verhaltensweisen von Gegenübern, die ich als ungerecht, ignorant, dumm, verlogen etc, empfinde, getriggert werde und dann starke Wut in mir entsteht.
    Meine Beißhemmung funktioniert ganz gut, so dass ich außer mir selbst keine Personen körperlich angreife oder beschädige.
    Dann hätte ich Schwierigkeiten, Deine Äußerungen und Dein Verhalten in einen stimmigen Gesamtzusammenhang einordnen zu können.
    Dann könnte man ja vversuchen, daran weiterzuarbeiten, das von dir wahrgenommene Verhalten und meine Äußerungen in einen stimmigen Zusammenhang zu bringen. Ich denke, genau darum geht es letztlich bei dem Versuch, ein Gegenüber zu verstehen.

    Und Du könntest Dich angesichts des Erfolgs ermutigt fühlen, in der von mir wahrgenommen Art und Weise zu kommunizieren und einige Menschen könnten sich veranlasst fühlen, Deinem Beispiel nachzueifern.
    Naja, ... derwitzisja ... ich begleite komplexe Kommunikationsprozesse beratend. Z.B. in ethischen Fallberatungen. Da kommuniziere ich in der Art und Weise, in der ich es auch hier versuche, und Menschen fühlen sich veranlasst meinem Beispiel nachzueifern, um gemeinsam zu einer tragfähigen ethischen Entscheidung zu finden. Da geht's im wahrsten Sinne des Wortes um Leben und Tod.
    Ich unterrichte Seminare, in denen Menschen lernen in ihrem beruflichen Umfeld "existenziell zu kommunizieren". Die eifern der Art und Weise zu kommunizieren nach, die ich dort vorstelle.
    Ironischerweise leite ich immer wieder auch Trainings, wie du sie hier beschreibst:
    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Antiaggressionstraining meint übrigens, falls das nicht rüber gekommen ist, nicht den Umgang mit fremden Aggressoren, sondern den Umgang mit den eigenen Aggressionen.
    Undsoweiterundsofort ...

    Insofern mußt an dieser Stelle keine Bedenken haben ...

    Aha.
    Und diese Aussage drückt nicht irgendwie ein Defizit aus?
    Pardon, du hast recht. Das habe ich mißverständlich formuliert.

    Was ich meine:
    Die Kommunikation mit einem Menschen kann schwierig, herausfordernd, behindernd sein. Weil dessen Kommunikationsfähigkeit ein grundsätzliches Defizit hat. So wie meine Sehfähigkeit ein Defizit hat und ich immer erst 'ne Brille brauche, wenn man mir was zeigen will. Oder die Schwerhörigkeit eines Schülers, die mich beim Training besonders fordert.

    Aber.

    Der Mensch als solcher ist nicht defizitär.

    Nach meinem Gefühl ist das kein Angebot, sondern der Versuch, mir Deine Deutung aufzuzwingen und mir das Urteilsvermögen darüber, was ich fragen wollte, abzusprechen.
    Das mag in der Kirche für hilfreich gehalten und gelehrt werden, in moderneren Kommunikationsmodellen, in denen es um Verständnis und nicht um das Durchsetzen der eigenen Meinung geht, eher als absolut kontraproduktiv.
    Nur mal um der Klarheit willen:

    Was in "der Kirche" (in welcher denn eigentlich? In der evangelischen Kirche z.B. gibt's keine Sätze, die geglaubt werden müssen und die man also aufzwingen könnte ...) hilfreich sein mag, oder nicht, ist für unsere Diskussion insofern nicht ausschlaggebend, als ich nicht für die Kirche arbeite.

    Ich habe nach meinem Studium ein Jahr lang eine Ausbildung zum Klinikseelsorger gemacht, in der ich dennoch nicht im Auftrag einer Kirche agiert habe (und die im wesentlichen gestaltltherapeutisch orientiert war). Ich wurde nach meiner kirchlichen Ausbildung u.a. auch aus inhaltlichen Gründen nicht in den kirchlichen Dienst übernommen und habe zunächst vier Jahre lang freiberuflich als Theologe gearbeitet. Ich habe dann eine Stelle bekommen in einer sehr großen diakonischen Einrichtung, die ein eigenständiger Verein ist und also nicht Teil der "Amtskirche". Der Superintendent hier ist nicht mein Vorgesetzter.

    Ich bin zudem Mitglied einer daoistischen Schule und besuche eine (tibetisch) buddhistische Gemeinschaft.
    Und ich bin all das in einem Menschen integriert.

    Bevor ich mich entschieden habe, einen spirituellen Weg zu gehen, war übrigens Mathematik mein Hauptinteresse. Und in materialer Ausprägung der Mathematik die Chemie. Geplant war das Studium der theoretischen Geodäsie. Aber ich bin halt auf der Zielgeraden abgebogen in das Feld der Geisteswissenschaften. Evangelische Theologie habe ich mit Abschluß-Examen studiert. Philosophie und Diakniewissenschaft, Schwerpunkt Sozialpädagogik nur so für mich nebenher.

    Ich selbstoffenbare das deshalb, weil ich immer wieder den Eindruck habe, dass dein Bild von mir wesentlich auf einer Projektion beruht, die mit deinen Erfahrungen mit Kirche zusammenhängt. Und - möglicherweise damit verbunden - auch mit Erfahrungen von Vernunft- und Wissenschaftsfeinflichkeit.
    Diese Projektionen treffen mich nicht. Sie sind im Gegenteil sehr weit von meiner Biographie entfernt.
    Geändert von Gast (07-07-2022 um 21:15 Uhr)

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