
Zitat von
carstenm
Danke. Dort finde ich:
Im weiteren Sinne zählen auch Äußerungsformen wie diejenigen der Mathematik oder der formalen Logik zu den Sprachspielen. Diese zeichnen sich gegenüber anderen alltäglichen Sprachspielen durch einen vergleichsweise hohen Grad an Präzision bezüglich der verwendeten Ausdrücke aus.
Ja tatsächlich, ich mag präzise, klare Ausdrucksweise.
Ich habe schon mitbekommen, dass dieses Sprachspiel von einigen eher abgelehnt wird und dann eben mit Begriffen wie "Korinthenkacken", "Erbsenzählen".... bezeichnet wird.
Ich weiß wenig von Wittgenstein, aber ich meine sein berühmtestes Zitat ist ein Hinweis darauf, dass er auch auf klare Sprache stand.
Wie kann man nun aber logisch argumentieren, ohne zumindest teilweise auf das Sprachspiel der formalen Logik zurückzugreifen?
Zweiwertige Logik ist doch Allgemeingut und so üblich, dass Aussagen des Buddhismus oder der Quantentheorie als merkwürdig empfunden werden?
Ich hatte schon überlegt, statt dem Hinweis auf zweiwertige Logik, einfach folgenden Witz zu posten:
"Papa, was fressen Frösche?"
"Was sie gerade finden."
"Und wenn die nix finden?"
"Dann fressen die halt was anderes."
Wird dieser Witz von "normalen" Leuten regelmäßig nicht verstanden, wenn man nicht vorher das Sprachspiel der formalen Logik einführt?

Zitat von
carstenm
Mir ist auch weiterhin nicht klar, inwiefern die Situation, die du das als Auslöser für deine Frage beschreibst, nicht ein Fall von mißglückter Kommunikation sein mag, bzw. wie du sie stattdessen vestehst. Du selbst benutzt doch dort den Begriff "triggern", der ja als Umschreibung für das nicht-Gelingen von Kommunikation geradezu klassisch ist.
Triggern?
Das heißt einfach auslösen.
Inwiefern ist dieser Begriff - und noch dazu klassisch - eine Umschreibung für nicht-Gelingen von Kommunikation?
Und ist es nicht auch wichtig, in welchem Kontext ein Begriff benutzt wird?
Eine Suche nach der Zeichenfolge "triggern" und dem User "Pansapiens" ergab kein Ergebnis in dem entsprechenden Thread.
Dafür im vorliegenden Thread zwei:

Zitat von
Pansapiens
Tja, und mich interessiert halt mehr, ob etwas allgemein funktioniert und nicht nur in einer speziellen Konstellation in Verbindung mit einem leicht suggestiblen Partner, oder einem, der sich durch Üben irgendeine kontraproduktive Struktur antrainiert hat, die man dann triggern kann.

Zitat von
Pansapiens

Zitat von
Cam67
das ist deine typische Überheblichkeit.
Ich muss zugeben, dass Du sehr gut darin bist, bei mir Überheblichkeit und Arroganz zu
triggern. 
Im ersten Fall scheint dieser Begriff eher für gelungene Kommunikation zu stehen und im zweiten will ich das nicht entscheiden, solange ich nicht weiß, ob das vielleicht gerade das Ziel von Cam67 ist.

Zitat von
carstenm
Was würde sich verändern, wenn du annähmest, dass ich ohne hintergründige Intentionen schreibe, vor allem ohne die Intention dir welche Art von Doofheit auch immer nachweisen zu wollen?
Was würde sich verändern, wenn du annähmest, dass ich das, was ich schreibe, auch so meine?
Dann hätte ich Schwierigkeiten, Deine Äußerungen und Dein Verhalten in einen stimmigen Gesamtzusammenhang einordnen zu können.
Und Du könntest Dich angesichts des Erfolgs ermutigt fühlen, in der von mir wahrgenommen Art und Weise zu kommunizieren und einige Menschen könnten sich veranlasst fühlen, Deinem Beispiel nachzueifern.

Zitat von
carstenm
Nebenbei bemerkt:
Ich schrieb in der Tat von Menschen mit Autismus. Die habe ich z.B. als Freunde. Seit Jahrzehnten. Und die schätze ich sehr. Und die sind hochgebildet. Sehr klug. Und sehr welterfahren. Menschen, die mein Leben sehr bereichern. Und solche habe ich auch in meiner Familie. Das sind Menschen, die ich keiner Weise irgendwie als defizitär bezeichnen würde.
Aha.
Und diese Aussage drückt nicht irgendwie ein Defizit aus?

Zitat von
carstenm
Ich habe immer wieder schon mit Menschen als Kollegen gearbeitet oder habe auch im Bekanntenkreis Menschen, deren Kommunikation in unterschiedlicher Abstufung durch Autismus geprägt ist.
Da findet dann Kommunikation tatsächlich nach den Regeln der Logik statt. Ich erlebe das als mindestens als schwierig. Häufig aber auch als einschränkend in der Sache. Oder behindenrd in der mitmenschlichen Beziehung.
[Hervorhebung von mir]

Zitat von
carstenm
Ja. Natürlich. Auch hier biete ich dir die Möglichkeit an, den Kommunikationsprozess aus einer anderen Perspektive wahrzzunehmen. Das Kennen anderer Perspektiven, insbesondere der des Gesprächspartners wird zumeist für hilfreich gehalten.
Ein Angebot, dass man nicht ablehnen kann?
Nach meinem Gefühl ist das kein Angebot, sondern der Versuch, mir Deine Deutung aufzuzwingen und mir das Urteilsvermögen darüber, was ich fragen wollte, abzusprechen.
Das mag in der Kirche für hilfreich gehalten und gelehrt werden, in moderneren Kommunikationsmodellen, in denen es um Verständnis und nicht um das Durchsetzen der eigenen Meinung geht, eher als absolut kontraproduktiv.
Und ich erlebe das als deutlichem Widerspruch zu Deiner Selbstdarstellung, nix behaupten zu wollen.

Zitat von
carstenm
Ich beschreibe dir, wie deine Frage von mir - und ja offenbar auch von anderen - erlebt wird.
In der Form einer Behauptung [sic! ]
Von wem wird das denn offenbar noch so erlebt?

Zitat von
carstenm
Wie ist dann deine direkte Erwiderung zu verstehen:
Das war keine Erwiderung, sondern eine Aussage gegenüber einem anderen Diskussionsteilnehmer.
Und es war nicht als Erklärung dessen gedacht, wonach ich gefragt habe, sondern als Ausdruck dessen, wie Deine "Antwort" bei mir ankam.
Wie gesagt, wäre ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht auf die Idee gekommen, dass sich bei so einer Frage jemand derartige an dem Wort "behauptest" abarbeiten könne, da es mir klar schien, worauf sich diese Frage richtet.
Wenn dann aber jemand explizit ausdrücklich und sehr ausführlich darauf eingeht, dass er nichts behaupten will, dann ist der Inhalt egal.