ziel ist in einer der varianten oft, den waffenarm/angreifenden arm mit check/trap am ellenbogen quer über die zentrallinie des gegnerischen körpers zu bekommen, damit der komplette gegner dadurch blockiert, die waffe (wenn eine in der hand) unter momentaner (!) kontrolle ist und eine struktur geschaffen wird, die eine leichte verwringung der wirbelsäule/verdrehung der schulterregion beim gegner und damit eine gewisse instabilität bei ihm hervorruft (es ist immer druck auf dem weitergeleiteten arm in richtung gegnerischem körperschwerpunkt), die bei allgemeinem vorwärtsdruck das gleichgewicht stört. in anderen varianten ist man eher seitlich, was die verwringung der wirbelsäule noch einmal stärker macht. hier ist man auf der "sicheren seite" und schiebt oder kann "bequem" in einen hebel (zum "knack" machen und noch weiterer positionsmanipulierung oder aber sogar zum "zu boden hebeln") niutzen, man kommt leichter in den rücken des gegners usw. usf. da spielen ne menge dinge mit rein. kann ich hier nicht alle aufzählen, die weiterführungen sind da SEHR zahlreich.
man kann also einigermaßen zentral bleiben oder eben die außenbahn suchen - je nach dem. in jedem fall ist man selber "zentrallinig" ausgerichtet und der gegner mehr oder weniger stark verdreht und unter druck.
das ist, rein verbal, sehr schwer auf den punkt zu bringen. zumal es ja mehrere "punkte" gibt, wie auch mehrere varianten, die sich bei dieser sache zt. gewollt, zum teil von selbst ergeben und anbieten, wenn man beim "prinzip" bleibt.
in allen fällen hilft es, selbst im flow zu bleiben, keine stops in den "rotationen" von armen, gelenken, hüften, schultern zu machen und eben fließend verkettete aktionen durchführen zu können. wesentlich fürs trapping eventueller konter und positionieren/destabilisieren des gegners, ist es aber auch immer (oben habe ich halt nur einen aspekt bei einigen der variationen betont. es ist eine never ending story mit viel potential, eigene ideen zu entwickeln und umzusetzen. das ist wichtig, zu bedenken und macht den drill mit den diversen varianten der blockierungen und annahmen zu einem guten DIDAKTISCHEN tool) letztlich ist das, wie so oft: man muss es machen, die möglichkeiten dabei spüren und sie ausprobieren.
übrigens: ich liebe es im moment des "drückenden" checks einen fuß auf den gleichseitigen fuß des destabilisierten gegners zu stellen. das wirkt wunder
muss man mit umgehen, wie mit flowdrills und eingebauten oder angehängten techniken, die es in den CMA zb.: nur sehen oder gar verbal erklärt zu bekommen, reicht bei weitem nicht. fühlen ist angesagt (und bloß kein JuJu mäßiges auswendig lernen einer "technik")
was dann übrig bleibt und für die "anwendung" in SV oder so als "technik" für kurze kombis brauchbar und machbar ist, findet man schnell selber raus (das passiert einem, während andere dinge, die man im drill gemacht hat, nie und nimmer automatisch abgespult werden). ich sehe da bei unterschiedlichen leuten, unterschiedliche techniken, die letztlich im körpergedächtnis verwurzelt wurden. ist man an diesem punkt angelangt, dann hat man die "technischen" tools aus den "mehrfachkontakten", die man auch verwenden kann.
das ist ne rangehensweise, die schlicht nicht zu dem passt, wie im Ju jutsu üblicherweise (!) trainiert und unterrichtet wird. und um fair zu bleiben: in vielen anderen systemen auch. selbst innerhalb der fma sehe ich leider immer wieder vergleichbare trainingsmethoden und starre "technikeinteilungen" für entsprechend ausgerichtete prüfungsordnungen.
mir wäre es sehr lieb, würde Ju Jutsu sein potential etwas weniger starr und "technisch", sondern eher themen- und prinzipienorientiert umsetzen - auch in den prüfungsprogrammen, an denen sich nun einmal das training der meisten vereine orientiert.
womit ich dann wieder bei dem punkt "komplette bereiche [prinzipien], je nach graduierung", statt fragmentierte techniken bin.