Ein ziemlich alter Thread, aber ich finde das Thema spannend und wichtig.

Meine persönliche Meinung:

"Unsportlichkeit" ist erstmal eine Bewertung. Meistens behaupten das Menschen von sich selbst. Was soll das denn sein? Oder ab wann ist man unsportlich?

Beispielsweise kann jemand koordinative Schwächen haben, beispielsweise Links Fauststoß und rechten Schritt vor -> das funktioniert nicht. Aber vielleicht geht die Person jedes Wochenende mehrere Stunden wandern.

Ich hatte im Schulsport immer das Gefühl, ich wäre "unsportlich." Für andere waren Sportarten wie Basketball, Fußball, Stufenbarren usw. einfacher als für mich. Vielleicht hätte ich auch einfach gezieltes Training gebraucht, was ich in der Schule aber nicht bekommen habe. Als ich dann mit Karate angefangen habe, war es für die anderen Anfänger auch viel einfacher. Aber ich hatte einfach mehr Spaß und habe mich entsprechend entwickelt.

Ich denke, dass Menschen, die von sich meinen, sie wären "Unsportlich", irgendwann die Lust und Spaß an der Bewegung vermießt wurde. Menschen zum Sport zu motiviren, funktioniert am besten über Spass und auch ggf. über Geselligkeit. Wenn es denn aber einmal so ist, dass jemand sich nicht mehr bewegt (im Sinne von körperlicher Ertüchtigung) dann ist es schwierig für diesen Menschen, sich wieder aufzuraffen.

Gerade in HEMA landen immer wieder eine Menge Leute, die keinen Spaß an üblichen Sportarten haben, aber plötzlicht total motiviert sind, wenn man ihnen ein Schwert in die Hand drückt .

Solche Begriffe wie "Körperklaus" finde ich garnicht gut. Ich glaube zu wissen, wer damit gemeint ist, aber ich finde diese Bezeichnung abwertend.