Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
Ich muss mal kurz zurückfragen . hast du hier für dich einfach Gedanken abgespult oder beziehst du dich tatsächlich noch auf den von dir zitierten Satz ? Was hab ich in dem Satz pauschalisiert ? Warst du es nicht der gesagt hat "Bestleistungen im Wettkampf , NCHT im Training ...", wegen Erregung und so ?
Und was bitte übersehe ich dabei , wenn ich diesen Punkt anspreche , das es auch den umgekehrten Fall gibt ?
Ich habe es gelesen, bzw. so aufgefasst während des Lesens dass du eine sehr stabile Ansicht über die Thematik hast und entschuldige mich, wenn ich das als stringenter wahrgenommen habe, als es tatsächlich ist.


Das mit Streisand hattest du schonmal in einem anderen Thread erwähnt , als es zum Gespräch mit Roice kam , zu psychischen Aspekten
Dir ist aber schon klar das Fälle wie mit der Streisand Therapiebedürftig sind , weil sie eben nicht der Norm entsprechen.
Tatsächlich? Aber genial, dass du so aufmerksam bist und dir das merkst!!
Diese "Extremform" gibt es tatsächlich sehr häufig, ich kenne es zwar nur aus dem darstellenden Kunstbereich (abgesagte Konzerte wegen Panik, Karrierepausen, Wechseln der Tätigkeit, etc), ich kenne es von Flugängsten bei Menschen, die dennoch beruflich oft Fliegen.
Ich mag dich missverstehen, möchte damit nur ausdrücken, dass die Konfrontation mit bedrohlichen Situationen nicht die alleinige Garantie dafür ist, diese Situationen souverän zu bestehen. Auf der anderen Seite finde ich eine Diskussion darüber, wie man sich denn überhaupt auf bedrohliche Situationen vorbereiten kann, sehr interessant. Ich habe das Gefühl, dass bei der SV allgemein viel auf Meinung gesetzt wird und auf das, was halt so gesagt wird von Menschen, die weder die Erfahrung noch wissenschaftliche Daten zur Verfügung haben. Ja, ich tendiere sogar dazu, Ergebnisse aus Trainings/ Sparrings und sogar Wettkämpfen keine entscheidende Relevanz beizumessen.

Die Norm ist , das Menschen die öfter mit extremen Situationen konfrontiert werden , auch daran wachsen und zunehmend unbeeindruckter ihren Job machen können .Unbeeindruckter bedeutet NCHT das es keinen Rest an Erregung mehr gibt . es bedeutet nur , das sie mehr und mehr besser damit umgehen können und nicht das es völlig eliminiert wird .
Beispiele ? Rettungssanitäter , Feuerwehrleute , Gerüstbauer , Bergsteiger ,... such dir was aus.
Der Punkt bei ALLEN ist die grösser werdende Erfahrung mit den Zuständen und damit ein besseres Handling , wenn sie auftreten .
Hier würde ich tatsächlich von "Routine" sprechen. Und die ist ja problemlos anzueignen, indem man sehr oft Szenarien durchlebt. Wie etwa ein Sanitäter/Notarzt oder Wachpersonal. Hier weiß sich der Erfahrene definitiv rein routinemäßig besser zu helfen als jemand, der noch nie in einer entsprechenden Situation war.

Bevor jetzt wieder Pauschalität kritisiert wird . Alles in Abstufungen und natürlich individuell. Siehe es als Tendenz die wahrgenommen werden kann. Und ja , dabei gibt es immer auch einige Menschen die trotz merhfacher Erfahrung damit nicht klarkommen und den Job dann irgendwann deswegen aufgeben. Ändert das was an dem Punkt das Erfahrung mit extremen Situationen in den meisten Fällen einen robuster macht ? In meinen Augen Nein. weil sie trotzdem in gewissen Level daran gewachsen sind , nur nicht so stark das es für diesen Job ausreicht.
Zustimmung