
Zitat von
Dare2Win
Hat Kernspecht irgendetwas dazu gesagt, warum er schweres Bankdrücken gemacht hat? Kraft ist ja immer gut. t.
Auch hier spreche ich nur für uns . Es wurde immer gesagt , bei gleicher Technik siegt der Stärkere . Kraft war immer ein empfohlener Bestandteil des Trainings . "gleiche Technik meint hier das Level und nicht das 2 mit gleicher Technik arbeiten .
Man darf auch nicht vergessen , das anfangs das Wissen Bruchstückenhaft aus Hong Kong geholt wurde und KEINER von denen in diesem Bereich irgendein Meisterlevel gehabt hatte. Nur die notwendige Strategie , Methode , eine Portion Hemmunglosigkeit UND die notwendige Kraft .
Gepaart mit dem einfallenden Konzept hat es gut funktioniert . Ist doch kein Zufall das die Bilder von einem 120 kg schweren KrK aus den anfangsjahren sind und dann mehr und mehr schlanker wurden .
und nebenbei Körpergewichtszunahme resultiert auch immer in einer Steigerung der "absoluten" Kraft . Aber die "relative" kraft bei krK war bei den angegeben werten nicht sonderlich hoch . Das bitte auch berücksichtigen .

Zitat von
Dare2Win
Kraft ist ja immer gut. Aber da WT ja ein Boxsystem ist, ist der Nutzen schweren Bankdrückens zweifelhaft bis kaum vorhanden.]
Eine öfter gehörte Aussage und sehe ich nicht so strikt.
Der Bewegungsablauf selber ist natürlich nicht 1;1 zum Boxen oder dem vertikalen Fauststoss. Aber das nur daran festzumachen halte ich für kurzsichtig. Dann bräuchte man auch keine Liegestütze machen ... wenn man nur den Bewegungsablauf und damit einen eventuellen Übertrag daraus betrachten möchte .
So wie Liegestütze einem Körperspannung und damit einen gewissen Verbund in der Kraftgenerierung vermitteln (können) und zusätzlich Kraftausdauer schenken , so ist auch korrektes Bankdrücken eine Ganzkörperübung , das ebenfalls wichtige Körperspannung abruft . Was Viele Kritiker sehr oft übersehen !
Zusätzlich gibt es dir ab einer bestimmten individuellen Lasthöhe ein sehr gutes Fundament für Explosivität und ja , auch für Schnellkraft . Da beides mit der provozierten hohen Rekrutierung und der IK korreliert.
Müssen die stimulierten Attribute noch funktionalisiert werden ? ja klar . Ist aber bei Liegestütze nicht anders . Ist bei Medizinball werfen gegen Wand , nicht anders , usw. usw.
Ist es nun für jeden notwendig ? NEIN . Es ist halt nur eine von vielen Möglichkeiten die man für oben erwähnte Benefits einbauen und nutzen kann. Es gehört nicht ohne grund zu den Grundkraftübungen. Aber zu sagen . Es hat keinen oder kaum Nutzen , geht daran vorbei wie unsere Muskulatur funktioniert.
Viel härter schlägt man dadurch nicht, und Bankdrücken erhöht die Gefahr von Schulterverletzungen
Was ist wirklich "hart schlagen" und ab wann ist es viel ? Hart schlagen ist für mich in erster linie eine Timingfrage (grosses Thema von lockerheit, Spannungsaufbau im Moment des Impakts und eine Koordinationsfrage (korrekte Gelenkstellung im Moment des Auftreffens ) . Dazu die Fähigkeit den kompletten Körper dahinter zu bekommen (kein Schwimmen)
Geh mit Bankdrücken nur kurz in "deinen" Submax-Bereich(2-3x 2-3 wh reichen da ) , OHNE Erschöpfung und dann harte Schläge am schweren Sandsack. Wenn du erfahren genug bist , spürst du sofort wie die erhöhte Rekrutierung hier wirkt . Zu sagen das es kaum Nutzen hat , übersieht die dabei aufgerufenen Effekte , die man mit Verstand , effektiv für sein KS/KK traning benutzen kann.
Nur das Bankdrücken allein zu betrachten , macht kein Sinn , da es bei dieser Art Training , sinnvoll eingebettet ist in einen kompletten Rahmen .
Schulterverletzungen werden nunmal bei JEDER Art von intensität mit Schulterbeteiligung forciert . Also auch beim Boxen , auch bei Werfen , auch beim hebeln usw. usw.
Mir ist auch kein Wettkampf-Boxer bekannt, der regelmäßig schweres Bankdrücken neben seinem regulären Training mach
Auch hier . Was ist schweres Bankdrücken ?
Wenn von schwerem Bankdrücken im Zusammenhang mit Kampfsport oder Kampfkunst die Rede ist , dann sind zwar die WH-Bereiche ähnlich bis identisch mit einem Powerlifting training , aber das ist nur die "Methode" ! Aber nicht wirklich die abgerufenen Lasten . Die Lasten sind trotz allem reduziert (in bezug zur jeweiligen Person ) DURCH das eigentliche Training , nämlich dem Kampfsport . Und zwar immer ...
Zu Zeiten von intensiven KS/KK Training bin ich über die 120 kg nicht hinaus gekommen . Erst als ich es reduzierte , wegen Arbeit und mehr Fokus auf Meditation (durch Indien ) erhöhten sich meine Lastbereiche in mein eigentliches Maxlevel.
Was ich sagen will . Bei solchen Debatten wird oft ein "reines" Maxkrafttraining" ala Powerlifting verwechselt mit dem Max-anteiligen Training als Unterstützung zum KS . Das ist aber nicht das Gleiche.
Da die Wuchtung im KS/KS , zumindest bei uns eher 1 zu 4 war . Also auf eine Stunde Krafttraining kamen mind 4 h Techniktraining , um eben nicht langsamer zu werden , sondern den alllgemeinen Kraftbenefit zu erhalten und in die eigentlichen Bewegungen zu implantieren (wir erinnern uns,..."Grundkraftübung" )
Empfohlen wurde als Minimum 1:3 als verhältnis von Kraft zu technik. Und in dieser 1h in der Verhältnisrechnung machte das "schwere Krafttraining ala 1-2 Wh , nur ein Bruchteil aus .
Man sollte sich einfach das Bild aus dem kopf streichen , das wenn in diesem Zusammenhang von Maxkraft geredet wird , die jungs nichts anderes machten als stundenlang im Kraftraum im schweren Bereich zu schuften . Nein . Löwenanteil war nunmal Partner und Sandsacktraining.
Geändert von Cam67 (04-12-2024 um 14:49 Uhr)
Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)