Ich habe aber keine Zahlen in einen falschen Kontext gestellt.
Da stecken alle Informationen drin. Entweder muss man von der ersten Zahl die Anzahl der "gewaltfreien" Delikte Abziehen oder zur zweiten die Anzahl der Beleidigungen, Bedrohungen, extremistischen Äußerungen usw. hinzuzählen, wenn man sie ins Verhältnis setzen möchte. Ist das nicht klar? Das sollte genauso klar sein wie das nötige "Hochrechen". Auf jeden Fall kommt man auf eine verhältnismäßig sehr niedrige Zahl rechtsextremer Gewalttaten an Schulen.In Sachsen gab es 2024 154 erfasste rechtsextreme Vorfälle an Schulen wozu auch verbale Gewalt oder Schmierereien zählen, die Dunkelziffer dürfte aber höher liegen. Deutschlandweit gab es im gleichen Jahr ca. 27.000 Gewalttaten an Schulen, zusätzlich zu ungezählten extremistischen Äußerungen, zeigen von Symbolen, Bedrohungen u.ä.
Ich würde vermuten, dass der Anteil rechtsextremer Gewalttaten an sächsischen Schulen höher ist als anderswo, was zusammen mit den insgesamt unterdurchschnittlich vielen Gewaltdelikten dort nochmals den Anteil in Gesamtdeutschland senken würde.
Letztlich möchte ich aber auf folgendes hinaus:
- Die Tendenzen sind so oder so eindeutig und es ist ziemlich klar, wohin man Energie, Aufwand und Geld stecken sollte, um eine möglichst große Wirkung zu erzielen. Ich wage mal zu behaupten, dass, wenn man denn die Gewalt an deutschen Schulen mindern möchte, mit Programmen "gegen Rechtsradikale" oder so nicht sonderlich weit kommen wird.
- Es gibt zu viele Leute, die, wenn sie irgendwie die für sie falsche Problemklientel in den Fokus gerückt sehen, dicht machen. Sieht man hier gerade wieder.






