Zitat Zitat von Ki. 102 Beitrag anzeigen
Nicht nur das! Man müsste auch klären, ob die Kraftübertragung um so viel verbessert wird, dass es den offenkundigen Nachteil aufwiegt, eine Hand dann an der Hüfte zu haben, anstatt damit empfindliche Stellen zu decken.
Tja, das gälte es zu klären... Irgendwann gelangt man eben an einen Punkt, an dem die Letztbegründung jeder selbst für sich aus einem beliebigen Glaubens- oder Erfahrungssatz wählen muss. Ich glaube für mich erfahren zu haben, dass Hikite absolut Sinn macht ("es fühlt sich gut an"). Stützen kann ich das mit halbgaren physikalischen Betrachtungen, oder, was mir lieber ist, mit dem Hinweis, dass es vielerorten so gemacht wird, was einen gewissen Sinn indiziert.

Für mich ist das schon beantwortet.
Vermutlich wird niemand davon ausgehen, dass jeder als finaler Stoß gedachte, auch wirklich einer ist.
Tja, aber wie gesagt, nur weil ich es noch nicht kann, heißt das nicht, dass ich aufhören sollte danach zu streben, sonst verlasse ich den Weg (was ja nicht schlimm ist, wenn ich das möchte).
Ich denke, Ziel des Karate ist die Kontrolle und Übersicht, entscheiden und umsetzen zu können, was wann angebracht ist. Ständige passive Deckung halte ich für Affig. Wie erwähnt bringt eine Deckungshand an der Wange nichts, wenn man einen saftigen Mawashigeri oder Schwinger dagegen bekommt und man keine dicken Wattebäusche an den Fäusten trägt. Da verlege ich mich wirklich lieber darauf, Techniken und Taktiken zu verwenden, den Treffer so zu vermeiden. Interessanter weise hört man nämlich auch schnell auf, danach zu streben, wenn man sich eine halbgare Übergangslösung ausgedacht hat. Die passive Deckung hat erst mit den VK-Wettkämpfen Einzug in die KK gehalten. Alle alten, davon unbeleckten Systeme nutzen diese nicht so, was seinen Grund haben dürfte. Auf der Straße ist die Situation nunmal eine andere (Ikken-Hisatsu! Das kann auch heißen, das ein kassierter Treffer der letzte sein kann, weil ich danach kampfunfähig geworden abgestochen oder zu tode geprügelt werde!), keine Duellsituation. Da gibt es eher kein Tänzeln, Abwägungen, Treffer zu nehmen oder ähnliches, da braucht es einfach eine andere Einstellung, in Technik, Taktik, wie auch geistig, wie ich es eingangs zu formulieren versucht habe.