Es braucht keine Drogen um zu kapieren, dass Polizei und Armee grundsätzlich verschiedene Aufgaben haben und verschiedene Ziele verfolgen.
Auch wenn es salopp ausgedrückt ist: Unterm Strich soll ein Soldat töten. Das ist seit ewigen Zeiten seine primäre Aufgabe. Dafür wird er ausgebildet, dafür schleppt er Gewehr, Granaten, und Munition mit sich rum.
Er soll töten. Und zwar auf Kommando, ohne Fragen zu stellen.
Das Dumme für das Militär ist nun aber, dass Menschen vom Tag ihrer Geburt als soziale Wesen erzogen werden. Die töten nicht auf Kommando. Also musst du deren soziale Konditionierung brechen und im Geist des Militärs neu aufbauen. Auf deutsch: Killer aus ihnen machen.
Das Ergebnis siehst du in jedem Krieg seit Menschengedenken.
Beispielsweise im Irakkrieg sind tausende und abertausende Frauen und Kinder getötet worden. Warum? Einfach, weil ein Soldat geschossen hat. Nicht irgendein Gott oder Außerirdischer.
Wie ich schon sagte, diese grundsätzliche "brechen und wiederaufbauen"-Methode des Militärs finde ich in Kankens "Prüfung" wieder. Ich denke, sein esoterisches Geschwätz basiert letztendlich auf dieser Theorie.
Nur, muss man Zivilisten so konditionieren? Ich glaube wohl nicht.
Um nochmal auf Soldaten zurückzukommen:
Was glaubst du, warum einige von denen nach ihrer Rückkehr aus dem Einsatz nicht mehr klarkommen? Wegen "traumatischer" Erfahrungen?
Bullshit.
Wenn dem so wäre, müsstest du erst recht Amokläufer unter Ärzten, Krankenschwestern, Hilfsorganisationen oder Kriegsreportern finden. Ist aber nicht so.
Ich denke, der Grund ist ein anderer.
Nicht die Gewalt, die du beobachtest hast, lässt dich Amok laufen oder nicht schlafen.
Es ist deine eigene Gewalt.
Im Kriegsgebiet wird der Soldat zum Gott. Herr über Leben und Tod. Er hat die Waffe. Stört ihm was? Bumm. Kommt ihm einer komisch? Bumm.
Macht. Nahezu grenzenlose Macht.
Jedem Zivilisten haushoch überlegen. Was ist schon ein Zivilist.
Und dann... ist der Einsatz zu Ende. God mode off.
Du bist wieder ein bedeutungsloser, kleiner Mann. Fürs normal Leben falsch von der Armee konditioniert. Normalerweise müsstest du nach einem Kriegseinsatz wieder zum Lehrgang. Soziale Kompetenz lernen.
Dafür gibt das Militär aber kein Geld aus.
Also lösen manche Soldaten zu Hause Konflikte so, wie sie es beim Militär gelernt haben. Töten.
Oder brechen zusammen, kommen mit ihrer Rolle in der Gesellschaft nicht klar.
PS: Ich hoffe dir ist klar, dass in der Übertreibung die Veranschaulichung liegt. Erspare dir und mir daher bitte irgendwelche gespaltenen Haare.
Die Kernaussage meines Postings sollte hoffentlich verständlich sein.






Junge, Junge, die Drogen hätte ich auch gerne 

