Ich habe den "Killerinstinkt" nicht in die Diskussion eingebracht, lediglich meine Definition davon den vorangehenden hinzugefügt. Worauf ich eigentlich rauswill ist im Wesentlichen folgendes: Kämpfen ist je nach Interpretation nicht immer das Gleiche, weil die Zielsetzung eine andere ist. "Gewinnen" im sportlichen Sinne kann mir als bravem Bürger überall abseits des Rings unter Umständen so viele Probleme machen, dass ich dabei trotzdem "verliere" - daher haben z.B. auf SV ausgelegte Systeme sicher ihre Berechtigung, müssen aber m.E. auch über rechtliche Konsequenzen, Körpersprache, Konfliktvermeidung etc informieren (das machen Vollkontakt-KS in aller Regel nicht, und bei der Körpersprache bewirken sie auch eher das Gegenteil, nämlich klassisches Dominanzverhalten).
Wenn ich kein braver Bürger bin, eröffnen sich mir die genannten Möglichkeiten, weil ich eh nicht vorhabe, mich einer Beurteilung durch das Gesetz zu stellen.
Was die offene Konfrontation angeht - das letzte Mal, dass jemand mich zu sowas abseits der Matte gebracht hat, war ich zwölf oder dreizehn, seither hatte ich nur eine Aufforderung für ein "Kräftemessen", die ich ausgeschlagen habe, und für mein Gegenüber war die Sache damit ok. Ehrlich gesagt empfinde ich für meinen Teil die reine Aufforderung nicht als Bedrohung: wenn ich nein sage, kann er es entweder dabei belassen oder einen tätlichen Angriff versuchen, in dem Fall ist es ein "Hinterhalt", egal ob er dann vor oder neben mir steht, und in dem Fall würde ich es auch als solchen behandeln. Zumindest in Italien gibt es kein Gesetz, dass einen für den beim Kontrahenten in einer einvernehmlichen Prügelei entstandenen Schaden straffrei ausgehen lässt.
Period.






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