Eine Sache evtl. noch, auch wenn sie hier etwas OT ist:
Durch den Kontakt mit den CMA habe ich auch eine komplett andere Welt des Trainings kennengelernt. Im Karate herrschte die „Kasernenhofmentalität“, es wurde gedrillt, wiederholt und es gab eine klare und strenge „Gurthierarchie“.
Ganz anders in den Kreisen in denen das Bagua entstand, welches ich heute lerne. Es ist ein gemeinsames Treffen, man übt gemeinsam die Anwendungen, hilft Leuten die noch nicht so weit sind, tauscht Ideen aus und JEDER bringt sich gleichberechtigt mit seinem Wissen ein. Sicher, wenn das Wissensgefälle so groß ist wie zwischen Paul und uns, dann ist es anders, aber er ist ja nicht immer da (und auch sein Lehrer hat sich nicht immer in das Training aktiv eingemischt, was eh in seinem Wohnzimmer stattfindet…).
„Shudokan“ bedeutet „Ort zum Erlernen/Befolgen des Weges“, sehr frei könnte man es sogar mit einer Art „Universität“ übersetzen. Man studiert die Kampfkünste (im Sinne des letzten Blogbeitrages) und jeder kann von jedem etwas lernen, da jeder etwas in die Gruppe bringen kann. Der gemeinsame Nenner ist das Bagua und die Übungen/Anwendungen daraus.
Kampfkunst in diesem Sinne ist wie eine Familie und nicht wie eine militärische Einheit (auch das hatte ich ja schon im Blog geschrieben). Man studiert gemeinsam und jeder kann lernen und wachsen. Je mehr Wissen in diese Gruppe gebracht wird, desto tiefer kann das Verständnis werden. Da ist es egal ob man Leute mit realer Gewalterfahrung hat oder Psychologen oder Lehrer. Jeder bringt etwas mit ein, was die Gruppe weiter bringt. Je mehr Leute mit tiefen Erfahrungen aus anderen Kampfkünsten kommen, desto mehr werden alle davon profitieren.
DAS ist meine Idee des „Shudokan“. Keine Verbände, keine „Lehrergötter“, kein Geldverdienen, keine Lizenzen. Es geht einzig und alleine um das Verstehen, Lernen und besser werden!!!
Grüße
Kanken





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