Unabhängig vom Christentum.
Religiöse Schriften haben zum großen Teil den Sinn , etwas in dir entstehen zu lassen.
Das was dabei heraus kommt, ist für den einzelnen was ganz Konkretes , das Ergebnis einer Wechselwirkung von Befassen mit den Schriften und den wirkenden Reflektionen darauf. ..... Manche nennen es dann Glaube.
Für den Aussenstehenden wird es aber etwas beliebig Entstandenes sein , da er die Entwicklung ja in sich nicht nachvollziehen kann.
Also kann man deine Frage mit Ja und Nein beantworten.
Zusatz: Hier ist in meinen Augen das Dilemma, was auch in den Diskussionen deutlich wird.
Wissenschaft hat als Basis Objektivität und Unvoreingenommenheit um zum Verstehen und zur Erkenntnis zu kommen. ......es geht um die Beschreibung des Außens. ( auch Mechaniken und physikalische Wechselkräfte werden hier in diesem Zusammenhang als außen betrachtet)
............. Der Beobachter bleibt außen vor um Objektivität zu wahren, ja es ist sogar Bedingung dafür.
religiöse Schriften bekommen ihren Sinn und Inhalt erst durch Subjektivität und Voreingenommenheit. .......damit meint: Gott wird jetzt nicht unbedingt vorausgesetzt , mindestens aber eine Institution abseits des Verstandes. und diese Institution wird angesprochen um dann irgendwann mit ihr zu sprechen.
um zu einer anderen Form des Verstehens , aber ebenfalls als Ergebnis zur Erkenntnis , zu kommen. es kommt zu einer Beschreibung des Inneren durch Betrachtung aus dem Innen.
............. Der Beobachter nimmt sich nicht heraus, sondern im Gegenteil , er begibt sich hinein und will , daß es subjektiv wirkt.
das sind konträre Herangehensweisen , die nur zu Miss-und Unverständnis führen können, wenn das Eine aus der Sicht des Anderen interpretiert wird.
will man den Inhalt , z.b. der Schriften , erfassen wie er gedacht und gefüllt ist , muss man sich auch ab einem bestimmten Punkt auf die zugrunde liegende Struktur einlassen.
heisst das nun , daß man sich gar nicht wissenschaftlich nähern kann ? NEIN. aber eben nur nähern. nicht aber erfassen.
jedenfalls nicht solange der objektive Standpunkt nicht verlassen wird.
das bedeutet nicht , daß nun das Rationale und das Denken abgelegt werden muss. es bedeutet , daß das Denken eine andere Zuordnung bekommt. es wird zum Supporter und verliert seinen Status als Hauptakteur. da es als Tool zum erfassen hier nicht zu gebrauchen ist.
Richtungsweisend sind dann eher erfahrene Intensitäten und nicht Gedankengänge oder Konstrukte.
und um an diese Intensitäten und den dabei begleitenden Informationen heran zu kommen, dazu dienen (unter anderem ) die Schriften.






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