Zitat Zitat von Aruna Beitrag anzeigen
Das scheint Dir vernünftig?
Empfindest Du das so?
Was hält Dich dann davon ab?
Die Angst vor dem Feuerofen?
ich erkenne in jedem andern Lebewesen den göttlichen Odem, der auch mich belebt; ich halte wahr dass "was du andern antust, tust du dir selbst an", oder auch "was du dem geringsten deiner Brüder tust, tust du Gott selbst an."

Aber als Atheist, mit der recht typischen Neigung zum INdiviualismus, was spricht dagegen, den persönlichen Vorteil zu maximieren, vor allem, wenn man davon ausgeht, es ungestraft und unerkannt tun zu können?


Glaubst Du tatsächlich Planck, Heisenberg,... hätten an Gott geglaubt, im Sinne des christlichen Glaubensbekenntnisses?
Das ist jetzt eine schwierige Frage. Die Schwierigkeit fängt damit an, dass ich die Inhalte des Glaubensbekenntnisses selbst nicht genügend verstehe.

Ich könnte zum Beispiel nicht die Eigenschaften des "Reich des Todes" definieren oder wissen, wie die Autoren des Bekenntnisses das genau meinen. Nur schon die Bedeutung jeder einzelnen Linie dieses Bekenntnisses ist eine Diskussion mit dem Potenzial, Bibliotheken zu füllen.

Ausserdem weiss ich auch nicht, was Planck oder Heisenberg im Detail geglaubt haben.

Ich habe ein Buch, wo ein Austausch von Briefen zwischen Wolfgang Pauli und Carl Gustav Jung enthalten ist - auch dieser Diskussion ist es mir nicht gelungen bis ins Detail zu folgen...

sicher ist aber: diese Leute sind alle definitiv keine Atheisten.


Glaubst Du Voltaire, dessen Glaube in dem von dir geposteten Zitat zu beschrieben wird:

Bei aller Distanz zu den überkommenen Religionen vertrat er eine Haltung, die der deistischen Position verwandt war, das heißt einen toleranten und undogmatischen und von archaischen Vorstellungen befreiten Monotheismus


hätte sich zu einem Glauben wie oben bekannt?
Voltaire hat sich zum Christentum bekannt, ja. Und auch, soweit ich mich erinnere, Atheismus als schädlich bezeichnet.